Röteln: Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (23. Januar 2015)

Der Begriff Röteln (bzw. Rubella) bezeichnet per Definition eine weltweit verbreitete Infektionskrankheit, die durch bestimmte Viren entsteht. Wie auch Masern und Mumps gehören Röteln zu den sogenannten Kinderkrankheiten: Röteln treten in einer ungeimpften Bevölkerungen überwiegend im Kindesalter auf.

Kennzeichnend für Röteln ist ein feinfleckiger Ausschlag (Exanthem). Dieser Ausschlag ist von der Haut erhaben und bildet kleine, hellrote Knötchen, die zuerst im Gesicht und dann vor allem am Rumpf auftreten. Mit den sogenannten Ringelröteln (Erythema infectiosum), die einen ähnlichen Hautausschlag verursachen können, haben die Röteln jedoch nichts zu tun. Deshalb führt eine Rötelninfektion auch nicht zur Immunität gegen die Ringelröteln.

Meldepflicht

In Deutschland besteht für Röteln seit dem 29. März 2013 eine Meldepflicht: Nach dem Infektionsschutzgesetz müssen Ärzte und Labore dem jeweiligen Gesundheitsamt den Krankheitsverdacht, die Erkrankung und den Tod durch Röteln sowie den direkten oder indirekten Nachweis von Rötelnviren (wenn dieser auf eine akute Infektion hinweist) namentlich melden.

Häufigkeit

Die Röteln-Häufigkeit in Deutschland ist deutlich zurückgegangen, seit die Schutzimpfung gegen Röteln als Kombinationsimpfung (mit Masern und Mumps) in den Impfempfehlungen zu finden ist (seit 1980 in den alten Bundesländern, seit 1990 in den neuen Bundesländern).

Obwohl die Röteln seltener geworden sind, besteht für ungeimpfte Frauen im gebärfähigen Alter immer noch ein nicht zu unterschätzendes Risiko, Röteln zu entwickeln und somit bei einer Schwangerschaft das Virus auf das Ungeborene zu übertragen. In Deutschland sind etwa sieben bis zwölf Prozent aller Frauen nicht immun gegen Röteln – das heißt, sie haben weder eine Rötelninfektion durchgemacht noch eine Impfung erhalten.


Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst