Rippenfellentzündung / Brustfellentzündung (Pleuritis)

Rippenfellentzündung / Brustfellentzündung (Pleuritis)

Rippenfellentzündung / Brustfellentzündung (Pleuritis): Diagnose

Stand: 13. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einer Rippenfellentzündung oder Brustfellentzündung (Pleuritis) erfolgt die Diagnose anhand der Beschwerden und einer körperlichen Untersuchung. Mit Ultraschall-, Röntgen- oder Laboruntersuchungen kann der Arzt die Diagnose sichern.

  • Körperliche Untersuchung: Beim Abhören mit einem Stethoskop hört der Arzt bei der trockenen Rippenfellentzündung (Pleuritis sicca) neben dem Atemgeräusch ein typisches Geräusch: das sogenannte Pleurareiben. Das Reibegeräusch entsteht, wenn das Brustfell (Pleura), das die Lunge von außen und den Brustkorb von innen bekleidet, entzündet ist und diese Schichten beim Atmen aneinanderreiben.
  • Röntgen des Brustkorbs: Ein Röntgenbild des Brustkorbs (Röntgen-Thorax) kann Aufschluss darüber geben, welche Erkrankung der Rippenfellentzündung zugrunde liegt – zum Beispiel eine Lungenentzündung (Pneumonie). Auch die für eine feuchte Rippenfellentzündung (Pleuritis exsudativa) typischen Flüssigkeitsansammlungen zwischen Rippen und Lunge (sog. Pleuraergüsse) oder Verwachsungen des Rippenfells (sog. Pleuraschwarten) sind im Röntgenbild sichtbar.
  • Ultraschalluntersuchung: Ein Ultraschallbild zeigt, ob sich bei der Rippenfellentzündung Flüssigkeit im Brustraum angesammelt hat.
  • Labor: Ob eine Infektion vorliegt, zeigen allgemeine Entzündungswerte im Blut, wie beispielsweise
Man sieht einen Arzt der eine Frau mit einem Stethoskop abhört.
Gehört zur Diagnosesicherung dazu: das Abhören mit dem Stehoskop.

Weitergehende Laboruntersuchungen geben bei der Diagnose einer Rippenfellentzündung Aufschluss darüber, um welchen Krankheitserreger es sich handelt. Liegt eine Pleuritis mit Pleuraerguss vor, kann der Arzt diesen punktieren. Hierzu zieht er mit einer Nadel Flüssigkeit aus dem Raum zwischen Rippen und Lungen ab, um diese unter dem Mikroskop und laborchemisch zum Beispiel auf bestimmte Erreger zu untersuchen.

Ist eine Autoimmunerkrankung für die Rippenfellentzündung verantwortlich, finden sich in der Blutprobe bestimmte Autoantikörper in erhöhter Konzentration. Autoantikörper sind Antikörper, die das Immunsystem fälschlicherweise gegen körpereigene Strukturen bildet. Das Immunsystem greift dann das Gewebe an und schädigt es.

Weiterlesen: Rippenfellentzündung / Brustfellentzündung (Pleuritis): Therapie

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