Rippenfell­entzündung / Brustfellentzündung (Pleuritis): Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (29. April 2016)

Eine Rippenfellentzündung beziehungsweise Brustfellentzündung (Pleuritis) ist eine Entzündung des Brustfells. Das Brustfell – auch Pleura genannt – ist eine dünne Gewebeschicht, die sich grob in zwei Teile gliedert:

  1. Das Lungenfell (bzw. Pleura pulmonalis oder Pleura visceralis) bedeckt die Lungen.
  2. Das Rippenfell (bzw. Pleura parietalis) kleidet den Brustkorb von innen aus und bedeckt die Oberseite von Zwerchfell und Herzbeutel.

Normalerweise liegen beide Anteile des Brustfells – also Lungenfell und Rippenfell – aufeinander. Diese Schichten sind so dünn, dass sie auf einem Röntgenbild des Brustkorbs (Röntgen-Thorax) normalerweise nicht zu sehen sind. Den Raum zwischen Lungenfell und Rippenfell nennt man Pleuraspalt. Darin befindet sich ein gleitender Flüssigkeitsfilm. So bewirkt das Brustfell, dass die Lunge dem Brustkorb eng anliegt, sich aber bei allen Atembewegungen leicht verschieben kann. Bei einer Rippenfellentzündung ist dieser Mechanismus beeinträchtigt.

Eine grafische Darstellung des Brustkorbs. © LifeART image/2001/ Lippncott Williams & Wilkins all rights rese

Brustfell (Pleura) und Lunge (Querschnitt durch den Brustkorb)

Die Rippenfellentzündung kann in zwei Formen auftreten:

  1. als trockene Rippenfellentzündung (Pleuritis sicca), bei der beim Abhören deutliche Reibgeräusche zu hören sind (sog. Pleurareiben), und
  2. als feuchte Rippenfellentzündung (Pleuritis exsudativa), die mit einem Pleuraerguss einhergeht. Hierbei sammelt sich Flüssigkeit in dem Raum zwischen Rippen und Lunge. Bei der feuchten Rippenfellentzündung tritt keine Reibung auf – und damit auch kein Reibegeräusch.

Eine Rippenfellentzündung kommt fast nie als eigenständiges Krankheitsbild vor, sondern ist meist die Folge einer anderen Erkrankung.


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