Rippenbruch (Rippenfraktur)

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (06. Januar 2017)

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Ein Rippenbruch (Rippenfraktur) geht meist mit starken Schmerzen beim Einatmen und Husten einher. In manchen Fällen tritt er jedoch auch ohne größere Beschwerden oder sogar ganz ohne Schmerzen auf. Rippenbrüche zählen zu den häufigsten Verletzungen des vorderen Brustkorbs.

Meist ist ein Rippenbruch die Folge eines Unfalls, zum Beispiel eines Autounfalls oder Sturzes. Aber auch bei sogenannten Kontaktsportarten (z.B. Hockey) oder durch Wiederbelebungsmaßnahmen (Herzdruckmassage) kann es zu einer Rippenfraktur kommen.

Insbesondere wenn die Knochenstruktur geschwächt ist (z.B. durch Osteoporose), können Rippen unter Umständen auch durch leichtere, aber sich wiederholende Belastungen brechen, etwa durch Husten oder Niesen.

Ein Rippenbruch kann zwar sehr unangenehm und schmerzhaft sein, heilt jedoch zum Glück meist innerhalb etwa sechs Wochen von selbst. Wichtig ist hierbei, dass auftretende Schmerzen effektiv durch Schmerzmittel gelindert werden. So lässt sich verhindern, dass der Betroffene in eine Schonatmung verfällt, um Schmerzen zu vermeiden. Das ist bei einem Rippenbruch von großer Bedeutung, da andernfalls durch die Schonatmung das Risiko einer Lungenentzündung (Pneumonie) besteht. Aus diesem Grund bandagiert man bei einer Rippenfraktur normalerweise auch nicht den Brustkorb, denn das könnte das Atmen behindern.

Zu Komplikationen kann es kommen, wenn sich bei einem Rippenbruch die Knochenflächen der Bruchstelle gegeneinander verschieben und zu Verletzungen von Blutgefäßen oder Organen führen.


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