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Ringelröteln (Erythema infectiosum)ForumKinderkrankheitenDiskussion und Erfahrungsaustausch im Forum Kinderkrankheiten Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren
Ringelröteln (Erythema infectiosum)Ringelröteln (Erythema infectiosum): VerlaufStand: 31. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Bei Ringelröteln (Erythema infectiosum) ist der Verlauf in den meisten Fällen komplikationslos. Das mit der Erkrankung verbundene Exanthem (Hautausschlag) kann mehrere Wochen lang anhalten. Die Rötungen klingen in der Regel nach zehn bis zwölf Tagen ab. Da die Haut danach oft schuppig ist, muss sie unter Umständen für einige Wochen intensiver gepflegt werden. Gelenkschmerzen (Arthropathie) können unter Umständen noch mehrere Monate bestehen bleiben. Wer einmal an Ringelröteln erkrankt war, ist für den Rest des Lebens gegen das Virus immun. Es befinden sich Langzeit-Antikörper im Blut (IgG) – das Immunsystem ist nun auf die Erkennung von Ringelrötel-Viren "trainiert". Bei Menschen mit Abwehrschwäche (z.B. AIDS) können im Ringelröteln-Verlauf anhaltende Blutarmut (Anämie) und chronische Gelenkentzündungen auftreten. KomplikationenBei Ringelröteln sind Komplikationen sehr selten. Meistens betreffen sie Menschen, die an Blutarmut (Anämie) leiden. So kann es etwa bei Personen, die an einer sogenannten chronisch-hämolytischen Anämie erkrankt sind, zu einer schwerwiegenden Störung der Blutbildung kommen (aplastische Krise), wenn sie sich mit dem Ringelrötelvirus anstecken. Das Virus befällt bestimmte Zellen im Knochenmark, aus denen sich die roten Blutzellen (Erythrozyten) entwickeln. Dadurch werden noch weniger rote Blutkörperchen gebildet – die Blutarmut verstärkt sich durch die Ringelröteln also zusätzlich. Infiziert sich eine Schwangere erstmalig mit Ringelrötelviren, so ist das Ungeborene gefährdet. Bei dem ersten Viren-Kontakt muss sich das Abwehrsystem der Mutter auf die Erreger einstellen. Bis die ersten schützenden Antikörper gebildet sind, haben sich die Ringelrötelnviiren bereits vermehrt. Sie gehen in einem von fünf Fällen über den Mutterkuchen (Plazenta) und die Nabelschnur auf den Fötus über. Das Virus stört die Blutbildung des Ungeborenen – es kommt beim ungeborenen Kind zu einer Blutarmut (fetale Anämie). Als Folge der Blutarmut kann sich Gewebsflüssigkeit in den Körperhöhlen und im Gewebe (Ödeme) des Ungeborenen ansammeln (Hydrops fetalis). Engmaschige Kontrollen des Zustandes des Kindes mittels Ultraschalluntersuchung können einen Hydrops fetalis sicher feststellen und somit eine schnelle Therapie (Austauschtransfusion) ermöglichen. Auch eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) des Kindes kann die Folge sein. In seltenen Fällen kann das Virus zu einer Fehlgeburt oder einer Totgeburt führen. Im Gegensatz zu einer Infektion mit dem Rötelnvirus sind bisher keine angeborenen Fehlbildungen durch eine Infektion mit dem Ringelrötelvirus bekannt. PrognoseEine Infektion mit Ringelröteln hat in der Regeln eine sehr gute Prognose: In den meisten Fällen heilt die Erkrankung ohne Probleme wieder aus. Komplikationen treten nur selten auf. Hiervon sind meist Menschen mit geschwächtem Immunsystem (z.B. AIDS-Patienten)) oder Blut-Erkrankungen wie Blutarmut (Anämie) betroffen. Infizieren sich Schwangere erstmalig mit Ringelröteln, so kann in seltenen Fällen eine Fehl- oder Totgeburt die Folge sein. In allen Phasen der Schwangerschaft ist eine Infektion mit Ringelröteln riskant. Hat die Schwangere jedoch aufgrund einer früheren Infektion bereits Antikörper gegen Ringelrötelviren im Blut, so ist auch das Ungeborene geschützt. Weiterlesen: Ringelröteln (Erythema infectiosum): Vorbeugen Das könnte Sie auch interessieren
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