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Ringelröteln: typische Symptome

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. Februar 2016)

Bei Ringelröteln treten nicht immer Symptome auf. Charakteristisch für Ringelröteln sind girlandenförmig geschwungene Flecken auf der Haut, die sich von den Wangen über die Schultern bis auf die Arme und Beine ausbreiten können. Dieser Hautausschlag tritt aber nur bei etwa 20 Prozent der Infizierten auf – Ringelröteln bleiben deshalb häufig unerkannt.

Sofern nach der Ansteckung mit Ringelröteln Symptome auftreten, dauert es etwa 5 bis 15 Tage (Inkubationszeit), bis diese einsetzen.

Schon während dieser Inkubationszeit ist der Infizierte ansteckend – in dieser Zeit ist zum Beispiel für seine Angehörigen die Wahrscheinlichkeit hoch, sich ebenfalls mit den Ringelröteln zu infizieren. 

Sobald der Hautausschlag und weitere Symptome beim Erkrankten auftreten, ist es allerdings eher unwahrscheinlich, dass man sich noch ansteckt. Theoretisch ist eine Ansteckung jedoch bis zu einer Woche nach Krankheitsbeginn möglich.

Prinzipiell verläuft eine Infektion mit Ringelröteln in zwei Stadien ab: 

  1. Virusvermehrung
  2. Hautausschlag

Stadium der Virusvermehrung

Das Stadium der Virusvermehrung dauert ab dem Zeitpunkt der Ansteckung etwa 5 bis 15 Tage (Inkubationszeit). Dieses Stadium der Ringelröteln verläuft meist ohne Symptome. In manchen Fällen können jedoch Beschwerden auftreten, wie:

Man sieht einen für Ringelröteln typischen Ausschlag im Gesicht eines Jungen. © CDC

Sofern es bei Ringelröteln zu einem Ausschlag kommt, zeigt sich dieser meist zuerst an den Wangen. Typischerweise ist die Rötung auf beiden Seiten symmetrisch und hat eine schmetterlingsartige Form. (Quelle: CDC / Dr. Philip S. Brachman)


Stadium des Hautausschlags

Im Anschluss an das Stadium der Virusvermehrung setzt bei manchen Betroffenen das Stadium des Hautausschlags (Exanthemstadium) ein.

Anfangs fühlen sich die Erkrankten meist unwohl und haben leichtes Fieber. Anschließend zeigt sich der typische Hautausschlag (Exanthem), der zuerst im Gesicht sichtbar wird: Die Wangen und die Nasenwurzel jucken und sind gerötet, wobei das Kinn, die Lippen und die knorpeligen Anteile der Nase von dieser Verfärbung ausgespart bleiben. Die symmetrische Form des Ausschlags ähnelt einem Schmetterling und könnte anfangs noch mit Masern verwechselt werden.

Schon nach kurzer Zeit bilden sich jedoch die für Ringelröteln charakteristischen ringförmigen beziehungsweise girlandenförmig geschwungenen Figuren: In den folgenden Tagen breitet sich der Ausschlag vom Gesicht auf die Außenseiten (Streckseiten) der Arme und Beine und das Gesäß aus. Auch der Rumpf kann betroffen sein, zum Beispiel die Brust oder der Bauch.

Typisch für Ringelröteln ist ein ring- beziehungsweise girlandenförmiger Hautausschlag. Quelle: Flicker, csaveanu. CC BY-NC-ND 2.0 © Flickr

Typisch für Ringelröteln ist ein ring- beziehungsweise girlandenförmiger Hautausschlag. Quelle: Flicker, csaveanu. CC BY-NC-ND 2.0

Der Ausschlag verschwindet in der Regel nach ein bis zwei Wochen, kann aber innerhalb der nächsten ein bis sieben Wochen erneut auftreten. Manchmal verstärkt er sich durch äußere Einflüsse wie Sonnenlicht oder ein heißes Bad. Sowohl die Stärke als auch die Ausdehnung des Ausschlags können sich bei Ringelröteln ständig verändern. Neben dem Ausschlag treten – besonders bei Erwachsenen – mitunter auch Gelenkschmerzen auf.



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