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Ringelröteln: Definition & Häufigkeit

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. Februar 2016)

Als Ringelröteln bezeichnet man eine durch das Parvovirus B19 ausgelöste Erkrankung, die meist im Kindesalter auftritt. Ringelröteln – fachsprachlich Erythma infectiosum genannt – zeichnen sich durch gerötete Wangen und einen ring- und girlandenförmigen Hautausschlag (Exanthem) auf den Schultern, Armen und Beinen aus.

In vielen Fällen treten bei Ringelröteln jedoch nur leichte oder gar keine Krankheitszeichen auf. Betroffene bemerken manchmal gar nicht, dass sie sich mit Ringelröteln angesteckt haben oder vermuten hinter den Beschwerden lediglich einen grippalen Infekt

Ähnlicher Name, verschiedene Krankheiten: Ringelröteln und Röteln

Ringelröteln und Röteln sind nicht dasselbe: Es handelt sich dabei um zwei eigenständige Krankheitsbilder, die zwar einen ähnlichen Hautausschlag verursachen können, jedoch von unterschiedlichen Erregern ausgelöst werden. Ringelröteln entstehen durch eine Infektion mit dem Parvovirus B19, Röteln werden durch das Rubellavirus verursacht. 

Häufigkeit

Der Erreger der Ringelröteln, das Parvovirus B19, ist weltweit verbreitet. Es kann das ganze Jahr über zu einer Infektion kommen, am häufigsten treten Ringelröteln allerdings im Spätwinter und im Frühling auf.

Bei einer Infektion mit Ringelröteln bildet das Immunsystem Antikörper gegen die Viren. In Deutschland tragen ungefähr 70 Prozent der Erwachsenen Antikörper gegen das Parvovirus B19 im Blut – das heißt, sie waren schon einmal mit dem Virus infiziert und sind gegen eine erneute Infektion geschützt.

Ringelröteln treten am häufigsten bei Kindern zwischen fünf und 15 Jahren auf. Bei Kindern im Vorschulalter hat sich etwa jedes dritte Kind bereits einmal mit Ringelröteln infiziert. Viele entwickeln nach der Infektion allerdings keine Symptome, sodass die Infektion unbemerkt abläuft.

Immer wieder entstehen sogenannte Kleinraumepidemien: Innerhalb einer Gruppe (z.B. im Kindergarten oder in der Schule) treten dann mehrere Erkrankungsfälle gleichzeitig auf, da sich die Kinder rasch gegenseitig anstecken.

Das Bild zeigt ein Mädchen in einer Kindergartengruppe. Vor allem im Kindergarten oder in der Grundschule kommt es häufig vor, dass sich die Kinder gegenseitig mit Ringelröteln anstecken. © Jupiterimages/iStockphoto

Vor allem im Kindergarten oder in der Grundschule kommt es häufig vor, dass sich die Kinder gegenseitig mit Ringelröteln anstecken. Die gute Nachricht: Normalerweise verlaufen Ringelröteln ohne Komplikationen.



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