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Ringelröteln: Definition & Häufigkeit

Veröffentlicht von: Till von Bracht (15. November 2016)

Als Ringelröteln bezeichnet man eine durch das Parvovirus B19 ausgelöste Erkrankung, die meist im Kindesalter auftritt. In vielen Fällen treten bei Ringelröteln jedoch nur leichte oder gar keine Krankheitszeichen auf. Betroffene bemerken manchmal gar nicht, dass sie sich mit Ringelröteln angesteckt haben oder vermuten hinter den Beschwerden lediglich einen grippalen Infekt

Bei lediglich jedem fünften Betroffenen tritt ein für Ringelröteln charakteristischer Hautausschlag auf. Dabei bildet sich zunächst eine gleichförmige Rötung auf beiden Wangen – wenig später zeigen sich girlandenförmige rote Flecken auf Schultern, Arme und Beine.

Ringelröteln – fachsprachlich Erythema infectiosum genannt – gehören daher neben Scharlach, Masern, Windpocken und Röteln zu den fünf Kinderkrankheiten, die zu einem Hautausschlag führen können. 

Häufigkeit

Der Erreger der Ringelröteln, das Parvovirus B19, ist weltweit verbreitet. Es kann das ganze Jahr über zu einer Infektion kommen, am häufigsten treten Ringelröteln allerdings im Spätwinter und im Frühling auf.

Bei einer Infektion mit Ringelröteln bildet das Immunsystem Antikörper gegen die Viren. In Deutschland tragen ungefähr 70 Prozent der Erwachsenen Antikörper gegen das Parvovirus B19 im Blut – das heißt, sie waren schon einmal mit dem Virus infiziert und sind gegen eine erneute Infektion geschützt.

Ringelröteln treten am häufigsten bei Kindern zwischen sechs und 15 Jahren auf. Bei Kindern im Vorschulalter hat sich etwa jedes dritte Kind bereits einmal mit Ringelröteln infiziert. Viele entwickeln nach der Infektion allerdings keine Symptome, sodass die Infektion unbemerkt abläuft.

Immer wieder entstehen sogenannte Kleinraumepidemien: Innerhalb einer Gruppe (z.B. im Kindergarten oder in der Schule) treten dann mehrere Erkrankungsfälle gleichzeitig auf, da sich die Kinder rasch gegenseitig anstecken.


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