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Rinderwahn (BSE)(Stand: 27. Februar 2010) Die bovine spongiforme Enzephalopathie (BSE) – auch Rinderwahn genannt – ist eine bei Rindern auftretende Erkrankung des Nervensystems, die erstmals im Jahr 1984 aufgetreten ist. Verursacher sind die 1987 entdeckten Prionen (PrPSc): Fehlgeformte Eiweiße, die im Gehirn schwere Schäden verursachen. Ihren Ursprung findet BSE in der Traberkrankheit (Skrapie), einer Prionerkrankung bei Schafen und Ziegen. Experten gehen davon aus, dass sich die Erkrankung durch die Verfütterung von Schafsmehl an Rinder verbreitet hat. Rinder erkranken in der Regel im Alter von vier bis fünf Jahren. Bislang gibt es keine wirksame Therapie gegen Rinderwahn: Ist die Erkrankung einmal ausgebrochen, führt sie innerhalb weniger Monate zum Tod. Der Tierarzt kann die Erkrankung mithilfe eines BSE-Schnelltests diagnostizieren, dieser ist jedoch nur am toten Tier durchführbar. Insgesamt sind bisher mehr als 185.000 Rinder an BSE gestorben. Es ist davon auszugehen, dass wesentlich mehr infiziert sind. Gelangen Prionen (PrPSc) über den Verzehr von infiziertem Rindfleisch in den Menschen, kann die neue Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit entstehen, die vCJD. Weiterlesen: Rinderwahn: Definition Autor: Onmeda Redaktion Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Das könnte Sie auch interessieren
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