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Rheumatische Endokarditis

Veröffentlicht von: Till von Bracht (22. April 2014)

Die rheumatische Endokarditis ist eine Entzündung der Herzinnenhaut, die nur als Symptom für rheumatisches Fieber auftritt. Letzteres kann sich als Spätreaktion auf Infektionen mit bestimmten Bakterien entwickeln.

Ursache für rheumatisches Fieber und somit für die rheumatische Endokarditis ist eine vorausgegangene Infektion mit A-Streptokokken (wie Mandelentzündung, Rachenentzündung oder Mittelohrentzündung). Da Mandelentzündungen bei 5- bis 15-Jährigen vermehrt auftreten, entwickelt sich die rheumatische Endokarditis durch rheumatisches Fieber überwiegend bei Kindern und Jugendlichen dieser Altersklasse.

In Deutschland ist die rheumatische Endokarditis dank der Behandlungsmöglichkeiten von Streptokokken-Infektionen jedoch selten.

Bis nach der ursächlichen Streptokokken-Infektion ein rheumatisches Fieber ausbricht, vergehen ungefähr 10 bis 20 Tage. Dabei verursacht die rheumatische Endokarditis zunächst geringe Beschwerden. Neben der Herzinnenhautentzündung kann rheumatisches Fieber weitere Symptome verursachen:

Für die rheumatische Endokarditis selbst sind folgende Symptome typisch:

Da die rheumatische Endokarditis zu Komplikationen (v.a. Fehlfunktionen der Herzklappen) führen kann, ist eine schnelle Diagnose und Behandlung besonders wichtig.

Die rheumatische Endokarditis betrifft in 80 Prozent der Fälle die Mitralklappe, in 20 Prozent die Aortenklappe des Herzens.

Die gegen eine rheumatische Endokarditis eingesetzte Therapie besteht aus Antibiotika und entzündungshemmenden Medikamenten. Die Prognose hängt in erster Linie davon ab, wie stark das Herz am rheumatischen Fieber beteiligt ist. Als Komplikation können die durch eine rheumatische Endokarditis entstehenden narbigen Veränderungen der Herzklappen zur Verminderung der Herzfunktion führen.






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