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Gelenkpunktion

Durchführung

Stand: 28. Juli 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Plant der Arzt eine Gelenkpunktion, reinigt er vor der Durchführung die Haut um das zu punktierende Gelenk gründlich und desinfiziert sie (meist mit einem gefärbten Desinfektionsmittel). Wenn eine vorhandene Behaarung die Punktion behindert, kürzt der Arzt diese vorher mit einer Schere. Eine Rasur ist in der Regel nicht nötig, sondern kann sogar eine Infektion begünstigen, wenn die Haut verletzt wird. Anschließend führt er unter sterilen Bedingungen, gegebenenfalls unter Ultraschallkontrolle, eine Kanüle in das Gelenk ein. Hierdurch kann er die vorhandene Flüssigkeit aus dem Gelenk mithilfe einer Spritze durch die Kanüle absaugen.

Die entnommene Gelenkflüssigkeit (Punktat) kann anschließend im Labor analysiert werden. Dabei werden die enthaltenen Zellen gezählt, der Eiweißgehalt bestimmt und nach eventuell vorhandenen (Gicht-)Kristallen gesucht. Eine genaue Analyse der Gelenkflüssigkeit ist von großer Bedeutung, da ein Kniegelenkerguss viele Ursachen wie zum Beispiel eine Gelenkentzündung haben kann.

Ist die Injektion eines Medikaments erforderlich, so spritzt der Arzt dieses in das Gelenk ein, bevor er die Nadel zurück zieht. Mögliche Medikamente, die er hierbei verwenden kann, sind zum Beispiel Schmerzmittel, Kortisonpräparate oder knorpelaufbauende Präparate, wie beispielsweise Hyaluronsäure.

Da eine Gelenkpunktion nahezu schmerzfrei ist, ist in der Regel keine Vollnarkose und nur in manchen Fällen eine örtliche Betäubung notwendig. Die Punktion wird in der Regel ambulant durchgeführt.

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