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Stand: 29. Oktober 2010Autor: Onmeda-Redaktion
Bei der psychiatrischen Ergotherapie behandelt der Ergotherapeut Menschen mit psychotischen, neurotischen, psychosomatischen Störungen und Suchterkrankungen. Typische Krankheitsbilder sind Schizophrenie, Depression, Manisch-depressive Erkrankung, Alzheimer- und andere Demenz-Erkrankungen, Borderline-Syndrom, Zwangs- und Angstneurosen, Sucht jeglicher Art, Essstörungen wie Magersucht oder Ess-Brech-Sucht, Schlafstörungen und Autismus.
Es gibt verschiedene therapeutische Ansätze in der Ergotherapie psychiatrischen Störungen. Das Ziel ist es, emotionale, soziale und geistige Fähigkeiten aufzubauen. Je nach Krankheitsbild und Situation des Betroffenen entscheidet sich der Ergotherapeut für einen der folgenden Behandlungsansätze:
Durch die sachbezogene, alltagsorientierte Methode beispielsweise hilft der Therapeut dem Betroffenen, verloren gegangene oder nicht vorhandene Kompetenzen (wieder) zu erlangen, etwa die Orientierung und den Bezug zur Realität.
Ein weiteres Beispiel für psychiatrische Ergotherapie-Methoden sind wahrnehmungszentrierte Methoden. Hier stehen Sinneseindrücke im Vordergrund. Der Ergotherapeut leitet den Betroffenen an, sich auf seine Wahrnehmung zu konzentrieren und neue Sinneserfahrungen zu machen. Die wahrnehmungszentrierte Ergotherapie hilft, die Körperwahrnehmung zu verbessern und wirkt unter anderem auf das Denken, Fühlen, Handeln, die Gefühle und die Kontaktfähigkeit.
Die subjektbezogen-ausdruckszentrierte Methoden zählen zu den tiefenpsychologischen Konzepten. Der Ergotherapeut hilft dem Betroffenen, seine Wünsche, Bedürfnisse und Gefühle zu erkennen und zum Ausdruck zu bringen.
Die Ergotherapie erfolgt in stationären Einrichtungen, Tages- oder Nachtkliniken, Wohnheimen, Tagesstätten, Sozialpsychiatrischen Zentren, ergotherapeutischen Praxen, Beratungsstellen und arbeits- und berufsrehabilitativen Einrichtungen.
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