Startseite > Krankheiten > Rheuma > Vaskulitis
Stand: 21. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Der Begriff Vaskulitis umfasst eine Gruppe von Autoimmunerkrankungen, deren gemeinsames Merkmal entzündete Blutgefäße sind. Symptome und Verlauf dieser Erkrankungen können jedoch große Unterschiede aufweisen.
Dabei sind primäre und sekundäre Vaskulitiden voneinander zu unterscheiden: Die primäre Vaskulitis ist eine eigenständige Autoimmunerkrankung aus der Gruppe der entzündlich-rheumatischen Krankheiten. Man teilt die primären Vaskulitis-Formen in drei Hauptgruppen ein – abhängig davon, ob die Gefäßentzündung überwiegend kleine, mittelgroße oder große Gefäße betrifft:
Die sekundäre Vaskulitis entsteht durch Medikamente, Infektionen oder andere Autoimmunkrankheiten. Die häufigste Vaskulitis-Form ist die primär entstehende Arteriitis temporalis, eine Entzündung der Schläfenarterie: In Deutschland treten jedes Jahr etwa 10.000 bis 20.000 neue Fälle auf (meist im höheren Lebensalter), wobei Frauen dreimal häufiger betroffen sind als Männer.
Neben allgemeinen Krankheitssymptomen wie Fieber, Abgeschlagenheit und Gelenkschmerzen variiert das Krankheitsbild einer Vaskulitis abhängig davon, welche Gefäße von der Entzündung betroffen sind:
Bei Verdacht auf eine Vaskulitis kommen zur Diagnostik Blutuntersuchungen, Gewebeproben und möglicherweise eine Angiographie zum Einsatz. Zur Vaskulitis-Therapie sind Medikamente geeignet, die das Immunsystem unterdrücken (sog. Immunsuppressiva). Die genaue Behandlung hängt unter anderem davon ab, in welchem Ausmaß Organe beteiligt sind und wie aktiv die Erkrankung ist.
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