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Stand: 10. Mai 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) bestehen akut oder dauerhaft (chronisch) entzündliche Prozesse am Herzen. Die Beschwerden können sehr unterschiedlich sein: Eine leichtere Herzmuskelentzündung verursacht kaum Symptome, während schwere Formen ausgeprägte körperliche Beeinträchtigungen hervorrufen können.
Eine Herzmuskelentzündung kann verschiedene Ursachen haben. In etwa 50 Prozent der Fälle sind Viren für die Myokarditis verantwortlich. Häufig ist der Herzmuskelentzündung ein Infekt vorausgegangen: So kann zum Beispiel nach einer Erkältung, Durchfallerkrankung oder Grippe eine Herzmuskelentzündung auftreten.
Die akute Myokarditis kann mit einer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) einhergehen, die sich durch Kurzatmigkeit äußern kann. Weitere häufige Symptome der akuten Herzmuskelentzündung sind: Herzrasen, Blässe und Atemnot. Die chronische Myokarditis löst oft weniger kennzeichnende Symptome aus, zum Beispiel: eine allgemeine Schwäche mit Abgeschlagenheit, Leistungsminderung und rascher Ermüdbarkeit, Appetitstörungen und Gewichtsverlust sowie Gliederschmerzen. Darüber hinaus kann es bei der chronischen Herzmuskelentzündung begleitend zu Anzeichen einer Herzbeutelentzündung (Perikarditis) oder einer Flüssigkeitsansammlung im Herzbeutel (Perikarderguss) kommen.
Bei der Herzmuskelentzündung ist die Diagnose nicht immer einfach. Wichtig sind eine eingehende körperliche Untersuchung und die Erhebung der Krankengeschichte. Bei Verdacht auf eine Myokarditis steuern außerdem Blutuntersuchungen, ein EKG und der Herzultraschall (Echokardiographie) wertvolle Informationen bei. Doch nur mithilfe einer Myokardbiopsie kann der Arzt die Herzmuskelentzündung sicher erkennen – das bedeutet, eine Gewebeprobe aus dem Herzmuskel zu entnehmen und anschließend zu untersuchen.
Bei der Herzmuskelentzündung steht als Behandlung die körperliche Schonung im Vordergrund. Tritt eine Herzinsuffizienz auf, bieten sich entsprechende Medikamente an, um deren Symptome abzuschwächen. Liegt der Herzmuskelentzündung eine andere Erkrankung zugrunde, ist es wichtig, diese zu erkennen und ebenfalls zu behandeln. Früh entdeckt und richtig behandelt hat die Myokarditis eine gute Prognose und heilt in der Regel ohne Folgen aus.
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