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Rheuma (rheumatoide Arthritis)

Rheuma und Ernährung

Stand: 28. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Da sich Rheuma häufig mit Medikamenten allein nicht kontrollieren lässt, hoffen viele Betroffene auf Linderung durch eine spezielle Rheuma-Ernährung. Eine spezielle Ernährung bei Rheuma kann die Basistherapie aber nicht ersetzen sondern allenfalls ergänzen.

Ziel einer speziellen Rheuma-Ernährung ist es, die Entzündung zu hemmen und Knochenschwund (Osteoporose) vorzubeugen. Eine entzündungshemmende Ernährung bei Rheuma umfasst:

  • wenige tierische Lebensmittel wie Fleisch- und Wurstwaren, Eier, vollfette Milch und Milchprodukte
  • viele Omega-3-Fettsäuren wie Eicosapentaensäure (EPA), z.B. aus Fisch bzw. Fischöl, Lein-, Weizenkeim-, Raps-, Soja- oder Walnussöl
  • viele Antioxidantien, z.B. Vitamin E, Selen

Eine weitere wichtige Aufgabe der Ernährung bei Rheuma ist es, dem Knochenschwund vorzubeugen. Osteoporose ist zwar ein eigenständiges Krankheitsbild, kann aber auch als Folge der rheumatoiden Arthritis auftreten. Eine Rheuma-Ernährung, die dem Knochenschwund vorbeugt, enthält vor allem viel Kalzium. Dieses steckt vor allem in fettarmer Milch und Milchprodukten. Gegebenenfalls können bei der Rheuma-Ernährung auch mit Kalzium angereicherte Lebensmittel sinnvoll sein. Zudem sollten Betroffene gezielt Lebensmittel mit einem geringen Phosphatgehalt auswählen, denn Phosphat verhindert, dass Kalzium in den Knochen eingebaut wird. Vor allem tierische Produkte enthalten Phosphat. Ebenfalls wichtig für die Knochengesundheit ist Vitamin D. Dieses kann der Körper bei ausreichend Bewegung und Sonnenlicht selbst bilden. Da bei Rheumatikern die Bewegungsfähigkeit häufig eingeschränkt ist, kann es sinnvoll sein, im Rahmen der Ernährung bei Rheuma Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.

Weiterlesen: Rheuma (rheumatoide Arthritis): Vorbeugen

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