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Rheuma (rheumatoide Arthritis)

ACR-Diagnosekriterien

Stand: 28. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

ACR steht für American College of Rheumatology und bezeichnet die wissenschaftliche Vereinigung der US-amerikanischen Rheumatologen. Die sogenannten ACR-Kriterien, die 1987 aufgestellt wurden, dienen der Diagnose und der Bestimmung der Erkrankungsaktivität bei verschiedenen rheumatischen Erkrankungen. Von den sieben Punkten müssen mindestens vier für die Diagnose von Rheuma (rheumatoide Arthritis) erfüllt sein:

  • über mindestens sechs Wochen Morgensteifigkeit der Gelenke, die wenigstens eine Stunde anhält
  • Gelenkentzündung (Arthritis) mit tastbarer Schwellung in drei oder mehr Gelenkregionen seit mindestens sechs Wochen
  • Arthritis an Hand- oder Fingergelenken länger als sechs Wochen
  • symmetrische Arthritis, d.h. auf beiden Körperseiten sind dieselben Gelenke gleichzeitig betroffen länger als sechs Wochen
  • Rheumaknoten
  • Rheumafaktornachweis im Blut
  • typische Röntgenveränderungen (gelenknahe Osteoporose und/oder Erosionen)

Sind diese Kriterien erfüllt, ist die Erkrankung bereits relativ weit fortgeschritten. Da es für eine angemessene Therapie wichtig ist, Rheuma möglichst frühzeitig zu erkennen, hat das ACR diese Diagnosekriterien erweitert. Die geprüften Kriterien bleiben weitgehend gleich, allerdings wird ein Punktesystem eingeführt. Liegen sechs von zehn Punkten vor, gilt die rheumatoide Arthritis als sicher festgestellt.

Die neue ACR-Klassifikation gilt für Personen, bei denen mindestens ein Gelenk geschwollen ist, ohne dass eine andere Ursache erkennbar ist. Je nachdem, wie viele große und/oder kleine Gelenke betroffen sind, werden 0 bis 5 Punkte vergeben. Auch die Dauer der Beschwerden und das Vorliegen bestimmter Blutwerte (z.B. C-reaktives Protein, Rheumafaktoren) werden bepunktet. Damit soll es nicht nur möglich sein, die rheumatoide Arthritis festzustellen, sondern auch zu erkennen, wie weit sie bereits fortgeschritten ist. In der Praxis muss sich die neue Klassifikation aber noch beweisen.

Weiterlesen: Rheuma (rheumatoide Arthritis): Diagnose – DAS-Diagnosekriterien

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