Rhesus­unverträglichkeit: Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. Dezember 2014)

Für eine Rhesusunverträglichkeit liegen die Ursachen in den Blutgruppen-Eigenschaften von Mutter und Kind. Es besteht eine Unverträglichkeit zwischen einem positiven Rhesusfaktor (Rh-positiv) des Kindes und einem negativen Rhesusfaktor (Rh-negativ) der Mutter. Rhesusfaktoren sind spezielle Eiweiße auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen. Sie gehören zu den Blutgruppenmerkmalen.

Ist die Mutter Rh-negativ (Rh: 15 Prozent der Bevölkerung) und der Partner Rh-positiv (Rh: 85 Prozent), können ihre Kinder einen negativen oder einen positiven Rhesusfaktor erben. Etwa jedes zehnte Kind aus solchen Partnerschaften ist Rhesus-positiv. Bereits kleine Mengen des kindlichen Bluts beim Übertritt in den mütterlichen Blutkreislauf reichen aus, um im Blut der Mutter die Bildung von Antikörpern gegen die fremde Blutgruppe auszulösen. Diese Immunantwort speichert der Körper, sodass er bei einem erneuten Kontakt sofort Antikörper bilden kann.

Die mütterlichen Antikörper heften sich an die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) des Kindes und zerstören diese. Immer mehr rote Blutkörperchen gehen zugrunde. So entsteht bei dem Kind eine Blutarmut (Anämie). Der kindliche Körper versucht, dies auszugleichen: Die Blutbildungszentren – beim Kind das Knochenmark, die Leber und die Milz – können anschwellen. Die Blutgefäße in den Organen werden dadurch eingeengt und aus den Gefäßen tritt Wasser in die Umgebung aus. Die überlastete Leber kann weniger Eiweiße bilden, was ebenfalls Wassereinlagerungen zur Folge hat.


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