Sie befinden sich hier:

Startseite > Krankheiten > Retinoblastom > Verlauf

Forum

Krebs- erkrankungen

Porträt Prof. Dr. Peter Wust Forenexperte: Prof. Dr. Peter Wust Forum Krebserkrankungen
Foren-Login

Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren

Retinoblastom

Retinoblastom: Verlauf

Stand: 13. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Prognose

Wenn es gelingt, ein Retinoblastom in seinem Verlauf frühzeitig zu entdecken und zu behandeln, ist praktisch immer eine völlige Heilung der Krebserkrankung möglich – und auch das Sehvermögen des betroffenen Auges kann dann oft erhalten bleiben. Insgesamt beträgt die Heilungsrate von Retinoblastomen etwa 97 Prozent. Damit haben Retinoblastome von allem bösartigen Tumoren im Kindesalter die beste Prognose. Ist ein Retinoblastom bei Behandlungsbeginn schon weit fortgeschritten, ist die Prognose jedoch ungünstiger; aber auch dann kann die Therapie noch jedes zweite Kind dauerhaft heilen. Unbehandelt führt die Erkrankung immer zum Tod.

Komplikationen

Ein unbehandeltes Retinoblastom führt im weiteren Verlauf zu verschiedenen Komplikationen: Retinoblastome sind relativ schnell wachsende Augentumoren. Wächst ein Tumor in die Netzhaut ein, kann es zu dauerhaften Entzündungen, einer Erhöhung des Augeninnendrucks, Netzhautablösung und Trübungen des Glaskörpers im Auge kommen. Das Sehvermögen des betroffenen Auges verschlechtert sich zunehmend bis hin zur völligen Erblindung.

Ein Retinoblastom breitet sich im Verlauf seines Wachstums bevorzugt entlang des Sehnervs aus, wobei es zu einer Mitbeteiligung von Hirnstrukturen kommen kann. Wächst ein Retinoblastom in das Blutgefäßnetz des Auges ein, können sich Tochtergeschwulste (Metastasen) in anderen Organen bilden. Betroffen sind davon in erster Linie Knochenmark, Knochen und Leber. Lebensgefährliche Komplikationen wie Veränderungen der Blutbildung oder Einschränkungen der Leberfunktion sind die Folge. Außerdem können sich Tumorzellen auch in die umliegenden Lymphknoten absiedeln.

Ein vererbliches, familiäres Retinoblastom kann einen hartnäckigen Verlauf nehmen, in dem an beiden Augen wiederholt Tumoren auftreten. Weitere Komplikationen können sich daraus ergeben, dass die Betroffenen ein erhöhtes Risiko haben, andere Krebsarten zu entwickeln: Besonders wenn zur Retinoblastom-Therapie eine Bestrahlung erfolgte, können später Zweittumoren (v.a. Knochentumoren und Weichteiltumoren) auftreten.

Nachsorge

Nach erfolgreicher Retinoblastom-Behandlung sind zur Nachsorge regelmäßige Untersuchungen empfehlenswert. Vor allem bei der erblichen, familiären Form tritt der Tumor relativ oft – am gleichen oder am anderen Auge – erneut auf. Aus diesem Grund ist mindestens bis zum Abschluss des fünften Lebensjahres alle drei Monate eine Kontrolle notwendig. Nur so ist es möglich, eventuelle Augentumoren rechtzeitig zu erkennen und unter Erhalt des Sehvermögens zu behandeln. Treten Beschwerden auf, ist es selbstverständlich ratsam, auch zwischen den festgesetzten Nachsorgeterminen ein Arzt aufzusuchen.

Weiterlesen: Retinoblastom: Vorbeugen

Das könnte Sie auch interessieren

Krankheitsgebiet Krebs

Krankheitsgebiet Krebs

Erfahren Sie im Überblick alles über Krebs, mögliche Therapien und wie Sie vorbeugen können. Lesen Sie außerdem, wie Sie den Alltag mit Krebs meistern und ein weitgehend normales Leben führen können. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Leben mit Krebs

Leben mit Krebs

Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...

Weitere Themen:

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.