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Restless-Legs-Syndrom (RLS, unruhige Beine)

Stand: 5. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Unter dem Restless-Legs-Syndrom (RLS, unruhige Beine) versteht man unangenehme Missempfindungen in den Beinen, die sich als ziehende oder reißende Schmerzen oder als Kribbeln äußern.

Eine Frau läuft die Treppe hoch.

Hinzu kommt der kaum oder gar nicht zu unterdrückende Drang, die Beine zu bewegen. Die Missempfindungen bessern sich dadurch beim Restless-Legs-Syndrom jedoch nur kurzzeitig.

Die genauen Ursachen des Restless-Legs-Syndroms sind nicht bekannt. Die genetische Veranlagung spielt aber eine Rolle. Das RLS tritt außerdem infolge verschiedener Erkrankungen gehäuft auf, etwa bei chronischem Nierenversagen, wenn eine regelmäßige Blutwäsche (Dialyse) durchführt werden muss. Auch in der Schwangerschaft, bei einer Polyneuropathie sowie bei Eisenmangel kann das Restless-Legs-Syndrom auftreten.

Der Arzt stellt das Restless-Legs-Syndrom anhand der Beschwerden fest. Zusätzlich können weitere Untersuchungen wie Blut- und Urintests oder neurologische Untersuchungen Aufschluss darüber geben, ob es sich um ein idiopathisches RLS handelt, bei dem der genaue Entstehungsmechanismus unbekannt ist, oder um ein sekundäres RLS, das infolge einer anderen Grunderkrankung entsteht.

Die Ursache des Restless-Legs-Syndroms ist vermutlich eine Störung im Dopamin-Stoffwechsel. Medikamente wie Levodopa und Carbidopa oder Benserazid können bei solchen Störungen helfen. Alternativ sind sogenannte Dopamin-Agonisten – als Stoffe, die ähnlich wie Dopamin wirken – wirksam. Sind diese Behandlungsansätze nicht erfolgreich, helfen manchmal Opioide.

Diese Therapie-Möglichkeiten lindern die Symptome, beheben allerdings nicht die Ursache eines Restless-Legs-Syndroms. Ist das Syndrom der unruhigen Beine die Folge einer anderen Erkrankung, ist es deshalb wichtig, diese angemessen zu behandeln.

In der Regel lässt sich das Restless-Legs-Syndrom gut behandeln. Der Verlauf kann aber sehr unterschiedlich sein. Auf die Lebenserwartung hat das RLS jedoch keinen Einfluss. Vorbeugende Maßnahmen sind bislang nicht bekannt.

Weiterlesen: Restless-Legs-Syndrom (RLS, unruhige Beine): Definition

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