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Restless-Legs-Syndrom (RLS, unruhige Beine)

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (04. Dezember 2015)

© Jupiterimages/Digital Vision

Unter dem Restless-Legs-Syndrom (RLS, unruhige Beine) versteht man unangenehme Missempfindungen in den Beinen, die sich zum Beispiel als ziehende oder reißende Schmerzen oder als Kribbeln äußern. Die Beschwerden treten nur in Ruhe auf – vor allem abends und nachts.

Hinzu kommt der kaum oder gar nicht zu unterdrückende Drang, die Beine zu bewegen. Die Missempfindungen und der Bewegungsdrang bessern jedoch nur kurzzeitig durch Bewegung.

Über die genauen Ursachen des Restless-Legs-Syndroms ist bislang nur wenig bekannt. Die genetische Veranlagung scheint jedoch eine Rolle zu spielen. Das RLS tritt außerdem im Rahmen verschiedener Erkrankungen gehäuft auf, etwa

Auch in der Schwangerschaft kann es zu unruhigen Beinen kommen.

Der Arzt stellt das Restless-Legs-Syndrom anhand der typischen Beschwerden fest. Spezielle Tests können notwendig sein, wenn die Symptome nicht eindeutig sind. Zusätzlich können weitere Untersuchungen wie Blut- und Urintests oder neurologische Untersuchungen Aufschluss darüber geben, ob es sich

  • um ein sogenanntes idiopathisches RLS handelt, bei dem der genaue Entstehungsmechanismus für die unruhigen Beine unbekannt ist,
  • oder um ein sekundäres RLS, das durch eine bestehende Grunderkrankung entsteht.

Bislang vermutet man, dass eine Störung im Dopamin-Stoffwechsel die Ursache des Restless-Legs-Syndroms ist. Wirkstoffe wie Levodopa und Benserazid können bei solchen Störungen helfen. Alternativ sind sogenannte Dopaminagonisten wirksam – also Stoffe, die ähnlich wie Dopamin wirken. Sind diese Behandlungsansätze gegen unruhige Beine nicht erfolgreich, helfen manchmal Opioide oder auch Medikamente, die eigentlich bei Epilepsie zum Einsatz kommen (sog. Antikonvulsiva).

Diese Therapie-Möglichkeiten lindern die Symptome beim Restless-Legs-Syndrom, beheben allerdings nicht die Ursache der Erkrankung. Ist das RLS die Folge einer anderen Erkrankung, ist es wichtig, diese angemessen zu behandeln.

In der Regel lässt sich das Restless-Legs-Syndrom gut behandeln. Der Verlauf kann aber sehr unterschiedlich sein.



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