Renale Anämie: Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. Juli 2015)

Die Ursachen der renalen Anämie liegen in einer Funktionsstörung der Niere (lat.: ren): Die Blutarmut ist also nierenbedingt. Eine solche Niereninsuffizienz kann bereits in einem frühen Stadium eine renale Anämie auslösen, wenn noch 20 bis 50 Prozent der Nierenfunktion erhalten sind. Zu dem Zeitpunkt, an dem ein chronisches Nierenversagen eine Dialyse (Blutwäsche) oder Nierentransplantation notwendig macht, besteht beinahe immer eine Blutarmut.

Hauptursache der renalen Anämie ist gewöhnlich, dass der Körper bei einer Niereninsuffizienz zu wenig rote Blutkörperchen (Erythrozyten) bildet. Der Grund hierfür ist ein Hormonmangel: Die gesunden Nieren bilden 90 bis 95 Prozent des Hormons Erythropoetin, das im Knochenmark die Bildung roter Blutkörperchen anregt. Ist die Funktion der Nieren durch eine chronische Nierenerkrankung gestört, können die Nieren das Hormon häufig nicht mehr in ausreichender Menge bilden. Der nierenbedingte Erythropoetinmangel wiederum führt dazu, dass das Knochenmark zu wenig rote Blutkörperchen bildet – es entsteht eine renale Anämie. Die Blutarmut macht sich relativ schnell bemerkbar, weil rote Blutkörperchen eine eingeschränkte Lebenszeit von 120 Tagen haben und der Körper sie deshalb ständig nachbilden muss.

Zusätzliche Ursachen für den Mangel an roten Blutkörperchen bei chronischer Niereninsuffizienz und somit für eine renale Anämie sind:

  • verkürzte Lebenszeit der roten Blutkörperchen (anstatt 120 nur 40 bis 80 Tage)
  • gestörter Einbau von Eisen in den roten Blutfarbstoff (Hämoglobin), der für den Transport von Sauerstoff verantwortlich ist

Das für eine renale Anämie verantwortliche Nierenversagen kann verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel:


Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst