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Reizmagen (funktionelle Dyspepsie)

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (20. November 2015)

© Jupiterimages/Wavebreak Media

Der Reizmagen (funktionelle Dyspepsie bzw. "nervöser Magen") ist eine häufige Funktionsstörung des Magens, die vor allem mit Beschwerden im Oberbauch einhergeht – wie Völlegefühl, Magenschmerzen, Übelkeit & Co. Das Besondere: Es sind keine krankhaften Veränderungen am Magen nachweisbar.

Ein Reizmagen kann auch zusammen mit einem Reizdarm-Syndrom auftreten, dessen Symptome (z.B. Bauchschmerzen, Blähungen) den unteren Magen-Darm-Trakt betreffen. Und vor allem bei Frauen, die eine funktionelle Dyspepsie haben, kann gleichzeitig eine Reizblase bestehen.

Was die Ursachen für den Reizmagen sind, ist bisher nicht eindeutig geklärt. Als Auslöser für die funktionelle Dyspepsie kommen zum Beispiel Bewegungsstörungen der Magenmuskulatur, bestimmte Ernährungsgewohnheiten, erbliche Faktoren und seelische Belastungen infrage.

Die mit dem Reizmagen verbundenen Symptome können sich einzeln oder kombiniert, ernährungsabhängig oder -unabhängig bemerkbar machen. Typisch für die funktionelle Dyspepsie sind:

Ein Reizmagen ist zwar nicht gefährlich – die damit verbundenen Beschwerden können die Lebensqualität aber erheblich einschränken.

Wegen der vielfältigen Beschwerden und der oft unklaren Ursache kann es bei Verdacht auf einen Reizmagen für die Diagnose hilfreich sein, in einem Tagebuch festzuhalten, unter welchen Begleitumständen welche Beschwerden auftreten.

Um einen Reizmagen sicher diagnostizieren zu können, ist es notwendig, andere Erkrankungen als Ursachen für die Beschwerden auszuschließen. Daher kommen bei möglichen Anzeichen für eine funktionelle Dyspepsie neben der Routinediagnostik (körperliche Untersuchung, Blut- und Stuhluntersuchungen) weitere Verfahren zum Einsatz – zum Beispiel eine Magenspiegelung (Gastroskopie).

Da beim Reizmagen keine organische Ursache vorliegt, zielt die Behandlung vor allem darauf ab, die Beschwerden zu lindern. Vielen Betroffenen hilft es schon, die Ernährung umzustellen, um beschwerdefrei zu sein. Aber auch Medikamente und Entspannungsübungen können bei funktioneller Dyspepsie unter Umständen sinnvoll sein.

Das Risiko, eine entzündliche oder bösartige Erkrankung des Magens zu entwickeln, ist beim Reizmagen nicht erhöht.



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