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Reizmagen (funktionelle Dyspepsie)

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (27. September 2013)

Völlegefühl, Magenschmerzen, Übelkeit & Co.: Ein Reizmagen (funktionelle Dyspepsie) ist zwar nicht gefährlich – die damit verbundenen Beschwerden können die Lebensqualität aber erheblich einschränken.

Der Reizmagen (oft auch "nervöser Magen" genannt) ist eine häufige Funktionsstörung des Magens, die vor allem mit Beschwerden im Oberbauch einhergeht, ohne dass der Arzt krankhafte Veränderungen am Magen nachweisen kann.

Die Ursachen für die funktionelle Dyspepsie sind bisher nicht eindeutig geklärt; als Auslöser kommen zum Beispiel Störungen der Magenmuskelbewegungen, bestimmte Ernährungsgewohnheiten, erbliche Faktoren und psychische Belastungen infrage.

Die für einen Reizmagen typischen Symptome sind:

Diese Beschwerden können sich einzeln oder kombiniert, ernährungsabhängig oder -unabhängig bemerkbar machen.

Ein Reizmagen kann auch zusammen mit einem Reizdarm-Syndrom auftreten, dessen Symptome (z.B. Bauchschmerzen, Blähungen) den unteren Magen-Darm-Trakt betreffen. Und vor allem bei Frauen, die eine funktionelle Dyspepsie haben, kann gleichzeitig eine Reizblase bestehen.

Wegen der vielfältigen Beschwerden und der oft unklaren Ursache kann es beim Reizmagen für die Diagnose hilfreich sein, wenn der Betroffene in einem Tagebuch festhält, unter welchen Begleitumständen welche Beschwerden auftreten.

Damit der Arzt eine funktionelle Dyspepsie sicher diagnostizieren kann, ist es notwendig, dass er andere Erkrankungen als Ursachen für die Beschwerden ausschließt. Daher kommen neben der Routinediagnostik (körperliche Untersuchung, Blut- und Stuhluntersuchungen) weitere Verfahren zum Einsatz – zum Beispiel eine Magenspiegelung (Gastroskopie).

Da bei Reizmagen keine organische Ursache vorliegt, zielt die Behandlung vor allem darauf ab, die Beschwerden zu lindern. Vielen hilft es beim Reizmagen schon, die Ernährung umzustellen, um beschwerdefrei zu sein. Aber auch Medikamente und Entspannungsübungen können unter Umständen sinnvoll sein.

Das Risiko, eine entzündliche oder bösartige Erkrankung des Magens zu entwickeln, ist beim Reizmagen nicht erhöht.






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