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Reizmagen (funktionelle Dyspepsie)Reizmagen (funktionelle Dyspepsie): UrsachenStand: 7. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Worin ein Reizmagen (funktionelle Dyspepsie) seine Ursachen hat, ist bisher nicht eindeutig geklärt. Der früher angenommene Zusammenhang zwischen einer Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori und der Ausbildung der Symptome eines Reizmagens hat sich nicht bestätigt. Nach derzeitigem Diskussionsstand gelten vor allem Funktionsstörungen des Magens wie eine gesteigerte motorische Aktivität, deren Gründe jedoch nicht bekannt sind, als mögliche Auslöser der Magenbeschwerden. So bleibt der Nahrungsbrei normalerweise länger im vorderen Magenabschnitt, wohingegen er sich bei Menschen mit Reizmagen schnell im hinteren Magenabschnitt vor dem Pförtner (im sog. Antrum) ansammelt. Die Betroffenen erleben das verstärkte Zusammenziehen (Kontraktion) der Muskulatur der Magenwand als schmerzhaft. Des Weiteren kommen für einen Reizmagen Ernährungsgewohnheiten und Nahrungsmittelunverträglichkeiten als Ursachen infrage. So geben die Betroffenen häufig den Genuss von Kaffee, scharfen Gewürzen, Alkohol und fetthaltigen Lebensmitteln als Auslöser für ihre Oberbauchbeschwerden an. Auch Unverträglichkeiten gegen Milchprodukte, Eier und bestimmte Obstsorten können Anzeichen für eine funktionelle Dyspepsie hervorrufen. Außerdem kann die Säurebildung des Magens zumindest daran beteiligt sein, dass dessen Funktion gestört ist, denn: In Einzelfällen helfen magensäurereduzierende Medikamente (z.B. Protonenpumpenhemmer) gegen den Reizmagen (v.a. wenn bei den Beschwerden Schmerzen im Vordergrund stehen). Es ist auch nicht auszuschließen, dass sich der Reizmagen durch erbliche Einflüsse entwickeln kann. Und in manchen Fällen hat die funktionelle Dyspepsie ihre Ursachen zumindest teilweise in einem gestörten Immunsystem: So besteht beim Reizmagen in manchen Fällen beispielsweise nachweislich ein Zusammenhang mit vorangegangenen Infektionen. Des Weiteren können psychische Faktoren für einen Reizmagen (mit)verantwortlich sein: So können schwere Konfliktsituationen und psychische Störungen, zum Beispiel Ängste oder Depressionen, die Entstehung eines Reizmagens begünstigen oder dessen Symptome verstärken. Für eine veränderte Motorik der Magenmuskulatur beispielsweise kommen als Ursachen seelische Anspannung, Unruhe oder verstärkte Ängste infrage. Darüber hinaus sind die Betroffenen häufig erhöht aufmerksam für ihre körperlichen Prozesse und erleben ihre Beschwerden mit größerer Intensität. Für diese Wechselwirkungen von Magen und Psyche ist das sogenannte Bauchhirn oder enterische Nervensystem verantwortlich. Weiterlesen: Reizmagen (funktionelle Dyspepsie): Ursachen – Bauchhirn (enterisches Nervensystem) Das könnte Sie auch interessieren
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