Reizmagen (funktionelle Dyspepsie): Therapie

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (20. November 2015)

Bei einem Reizmagen (funktionelle Dyspepsie) zielt die Therapie darauf ab, die Beschwerden zu beseitigen und so Ihre Lebensqualität zu erhöhen. Gut zu wissen: Das Reizmagensyndrom ist nicht gefährlich – oft kann ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt über die Magenfunktionsstörung und ihre möglichen Ursachen daher bereits sehr beruhigen.

Grundsätzlich ist gegen den Reizmagen eine individuell zugeschnittene Behandlung sinnvoll. Dabei stehen folgende Maßnahmen zur Verfügung:

  • Allgemeinmaßnahmen (z.B. Veränderung des Lebensstils)
  • psychotherapeutische Maßnahmen (vorrangig oder begleitend)
  • Medikamente

Reizmagen – was tun?

Beim Reizmagen ist eine medikamentöse Therapie nicht immer notwendig. In manchen Fällen reicht zur erfolgreichen Behandlung einer funktionellen Dyspepsie auch das aus, was Sie selbst tun können.

Wenn Hinweise darauf vorliegen, dass bestimmte Essgewohnheiten oder Nahrungsmittel (mit)verantwortlich für Ihren Reizmagen sind, kann eine Umstellung der Ernährung sinnvoll ein: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über mögliche diätetische Maßnahmen. In manchen Fännen bessert sich ein nervöser Magen beispielsweise, wenn die Betroffenen den Genuss von scharfen Gewürzen, Kaffee oder blähenden Speisen vorübergehend einschränken. In vielen Fällen wirkt sich regelmäßige Nahrungsaufnahme in kleineren Portionen günstig auf eine funktionelle Dyspepsie aus.

Spezielle Diäten oder Ernährungsempfehlungen gegen den Reizmagen gibt es nicht – vielmehr muss jeder selbst für sich herausfinden, welche Nahrungsmittel für ihn verträglich sind.

Auch einfache Entspannungsübungen wie autogenes Training oder eine geeignete Meditationstechnik, mit denen sich Konfliktsituationen besser bewältigen lassen, können beim Reizmagen hilfreich sein. Für manche Betroffene ist es zudem ratsam, eine psychotherapeutische Behandlung in Erwägung zu ziehen: So bieten sich bei hartnäckiger funktioneller Dyspepsie oder gleichzeitiger psychischer Störung zum Beispiel eine Verhaltenstherapie oder psychoanalytische Verfahren an.


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