Reisedurchfall (Reisediarrhö)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (09. Juli 2015)

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Wer von einer Reise träumt, stellt sich meistens Sommer, Sonne und Erholung vor. An unliebsame Überraschungen wie zum Beispiel Reisedurchfall (Reisediarrhö) denkt dabei niemand gern. Doch vor allem bei Reisen in Tropenländern ist Reisedurchfall keine Seltenheit.

Reisedurchfall ist meist harmlos – aber unangenehm. Viele Faktoren können eine Reisediarrhö begünstigen:

  • ungewohnte Nahrungsmittel (z.B. scharf gewürzte Speisen),
  • schlechte Hygienebedingungen (z.B. Schimmelpilze, verunreinigtes Trinkwasser),
  • Stress durch Reisevorbereitungen,
  • Klimawechsel oder
  • Zeitumstellung.

Reisedurchfall kann während, aber auch kurz nach einer Reise auftreten. Auslöser sind sehr häufig Infektionen durch Bakterien oder Viren.

Der Reisende nimmt die Krankheitserreger mit der Nahrung oder dem Trinkwasser auf. Die Folgen zeigen sich innerhalb weniger Stunden oder erst nach mehreren Tagen: Der Stuhl wird ungeformt bis flüssig und tritt häufiger als dreimal täglich auf. In schweren Fällen können neben einer Reisediarrhö auch weitere Beschwerden auftreten, etwa Bauchschmerzen, Erbrechen, Fieber sowie Schleim oder Blut im Stuhl.

Ob Reisedurchfall auftritt, hängt vor allem auch von Region und Art der Reise ab. In Asien, Afrika, Mexiko, Süd- und Mittelamerika ist das Risiko für Reisedurchfall besonders hoch.

Wer Reisedurchfall hat, fühlt sich kraftlos und niedergeschlagen. Dieser Zustand wird durch den Verlust von Wasser und Salzen (Elektrolyte) hervorgerufen, der sich auf alle Organe auswirkt. Wichtigste Gegenmaßnahme ist es, den Wasser- und Salzverlust wieder auszugleichen. Eine besondere Ernährung müssen Sie bei einer Reisediarrhö nicht einhalten – Sie sollten auf jeden Fall vermehrt trinken (z.B. leicht gesüßten Tee) und normal weiteressen. Fette, schwere und belastende Mahlzeiten sind allerdings bei einer Reisediarrhö nicht empfehlenswert.

Bei schwereren Durchfällen kann der Flüssigkeitsverlust auch mit einer zuckerhaltigen Elektrolytlösung zur "oralen Rehydratation" ausgeglichen werden. Je nach Ursache können zur Behandlung von Reisedurchfall auch Medikamente zum Einsatz kommen.


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