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Reisedurchfall (Reisediarrhö): Therapie

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (21. Juli 2014)

Bei Reisedurchfall (Reisediarrhö) richtet sich die Therapie unter anderem nach der Schwere der Erkrankung. In den meisten Fällen klingt Reisedurchfall nach einigen Tagen von selbst wieder ab.

Durchfall entzieht dem Körper Flüssigkeit und Mineralstoffe. Bei Reisedurchfall sollten Sie daher immer umgehend Gegenmaßnahmen ergreifen und die verlorene Flüssigkeit ersetzen – egal, welche Ursache der Durchfall hat.

Besonders Kindern, Schwangeren, abwehrgeschwächten oder älteren Menschen drohen ohne einen sofortigen Flüssigkeitsausgleich ernsthafte Kreislaufprobleme.

Eine Wasserflasche, im Hintergrund das Meer.

Wer Durchfall hat, sollte unbedingt darauf achten, genug zu trinken.

Elektrolytersatz

In harmlosen Fällen lässt sich der Flüssigkeitsverlust durch Elektrolyt-Pulver oder fertige Elektrolyt-Lösungen aus der Apotheke ausgleichen (Wirkstoff Dinatriumhydrogencitrat). Sie enthalten unter anderem Glukose (Traubenzucker), Natriumchlorid (Kochsalz) und Kaliumchlorid. Das Pulver kann in abgekochtem Wasser aufgelöst werden. Jede Stunde sollte ein Viertel Liter der Lösung getrunken werden. Ein hellgelber Urin weist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr hin. Trinkt der Erkrankte zu wenig, ist der Urin tief gelb gefärbt.

Gibt es im Reiseland keine Elektrolyt-Pulver zu kaufen, lässt sich eine Lösung auch selbst herstellen. Dabei kommen auf einen Liter abgekochtes Wasser:

  • 5 Esslöffel Zucker
  • 1,5 gestrichene Esslöffel Salz und
  • ein Glas Orangensaft

Leicht verdauliche Speisen

Da fettige schwere Speisen den Durchfall verschlimmern können, sollte man auf eine bekömmliche Diät achten. In den ersten zwei Tagen sollte sich der Reisende mit leicht gesüßten Tees, dünnen Brühen, Salzstangen, Joghurt und Zwieback begnügen. Koffein und Alkohol sollten Sie meiden.

Am dritten Tag können auch Reis oder Kartoffeln auf dem Speiseplan stehen. Ab Tag vier ist ein langsamer Übergang zu normaler Kost möglich. Kinder unter zwei Jahren sollten während des Durchfalls spezielle Nahrung aus der Apotheke oder Drogerie bekommen.

Arzneimittel

Medikamente, die den Durchfall stoppen, sollten Sie nur kurzfristig einsetzen, etwa um eine Busfahrt zu überstehen. Mittel mit dem Wirkstoff Loperamid unterdrücken zwar vorübergehend den Durchfall, indem sie die Darmbewegung verlangsamen. Dadurch können sich jedoch die verursachenden Krankheitserreger im Darm vermehren, was bei längerer Einnahme die Beschwerden verschlimmern kann. Nehmen Sie Loperamid ohne ärztlichen Rat nicht über einen längeren Zeitraum ein und verzichten Sie darauf, wenn sich Blut im Stuhl befindet oder wenn Sie Fieber haben.

Tritt trotz der genannten Maßnahmen nach zwei bis drei Tagen keine Besserung ein oder haben Sie starke Beschwerden, sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Bei Bakterieninfektionen wird er ein Antibiotikum verschreiben.






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