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Regelschmerzen (Dysmenorrhö)

Regelschmerzen (Dysmenorrhö): Therapie

Stand: 31. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Um Regelschmerzen zu behandeln, gibt es verschiedene Therapie-Optionen. Bei primären Regelschmerzen beschränkt sich die Therapie darauf, die Beschwerden zu lindern. Sekundäre Regelschmerzen bessern sich, wenn die Grunderkrankung angemessen behandelt wird.

Primäre Regelschmerzen (primäre Dysmenorrhö)

Primäre Regelschmerzen (primäre Dysmenorrhö) können mit einer Therapie nicht beseitigt werden, da sie im Allgemeinen keine Erkrankung als Ursache haben. Eine Heilung im eigentlichen Sinne ist deshalb nicht möglich. Bei primären Regelschmerzen beschränkt sich die Therapie deshalb darauf, die auftretenden Beschwerden zu lindern.

Medikamente können bei immer wiederkehrenden Regelschmerzen helfen An erster Stelle stehen dabei Schmerzmittel (nicht-steroidale Antirheumatika, NSAR) und hormonelle Verhütungsmittel (z.B. Antibabypille, hormonelle Spirale). Hormonelle Präparate sind meist nur sinnvoll, wenn die Betroffene nicht schwanger werden möchte. Schmerzmittel aus der Gruppe der NSAR sind teilweise rezeptfrei erhältlich und vermindern die Bildung des Gewebehormons Prostaglandin, das dazu führt, dass sich die Gebärmutter zusammenzieht. Bei Regelschmerzen stehen Wirkstoffe wie Ibuprofen, Paracetamol, Acetylsalicylsäure und Naproxen zur Therapie zur Verfügung. NSAR sollten jedoch aufgrund ihrer Nebenwirkungen ohne ärztliche Anweisung nicht oft und nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Auch krampflösende Wirkstoffe wie Butylscopolamin können bei Unterleibskrämpfen wirken.

Liegt keine zusätzliche Erkrankung neben den Regelschmerzen vor, können einige schnelle Maßnahmen dabei helfen, wieder leistungsfähig und fit für den Alltag zu sein:

  • Bewegungsübungen zur Muskelentspannung und zur Entkrampfung der Beckenregion
  • Übungen zur Stressbewältigung
  • Sport: Durch Bewegung wird das Becken besser durchblutet und Verkrampfungen können sich lösen.
  • Vitamin B6
  • krampflösende Tees mit Extrakten aus Gänsefingerkraut oder Johanniskraut bei Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und Unruhe
  • Magnesium bei Bauchkrämpfen; ein hoher Gehalt an Magnesium findet sich z.B. in Nüssen, Weizenkeimen, getrockneten Hülsenfrüchten und ungeschältem Reis
  • Wärme: warme Entspannungsbäder, Wärmflasche auf dem Bauch, Saunagänge

Das eigene Wohlbefinden hängt auch von einer gesunden Ernährung ab, die Krankheiten und Schmerzen vorgebeugt. Ernähren Sie sich daher ausgewogenund ballaststoffreich. Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, schwarzer Tee oder Cola-Getränke sollten Sie nur in Maßen genießen. Wenn Sie in der zweiten Zyklushälfte an Gewicht zunehmen, kann dies auf größere Wasseransammlungen (Ödeme) hindeuten. In diesem Fall ist eine salzarme Ernährung zu empfehlen.

Sekundäre Regelschmerzen (sekundäre Dysmenorrhö)

Bei sekundären Regelschmerzen (sekundäre Dysmenorrhö) richtet sich die Therapie nach der Ursache der Beschwerden. Liegt eine Erkrankung wie Endometriose vor, muss diese behandelt werden. Dazu verschreibt der Gynäkologe in leichteren Fällen Medikamente . Große Endometrioseherde entfernt er operativ, meist durch eine Bauchspiegelung (Laparoskopie).

Weiterlesen: Regelschmerzen (Dysmenorrhö): Verlauf

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