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Refluxkrankheit (GERD)

Refluxkrankheit (GERD): Therapie

Stand: 25. November 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Gegen die gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) kommen zur Therapie meist Medikamente zum Einsatz. Je nach Schweregrad dauert diese Behandlung mehrere Wochen bis Monate.

Im Frühstadium können Sie die Beschwerden der Refluxkrankheit schon durch eine Umstellung der Ernährung deutlich lindern. Dazu gehört in erster Linie, den Konsum von fetthaltigen Speisen, Schokolade, scharfen Gewürzen, Kaffee, Alkohol und Nikotin einzuschränken. Besonders vor dem Schlafengehen sollten Sie auf größere Mahlzeiten verzichten. Beträgt die Zeitspanne zwischen Abendessen und Schlafengehen weniger als drei Stunden, ist das Risiko für eine gastroösophageale Refluxkrankheit deutlich erhöht. Bei gelegentlichem Sodbrennen helfen Brot und Haferflocken, die Symptome zu lindern. Um den Rückfluss des Magensafts zu erschweren, empfiehlt es sich, das Kopfende beim Schlafen hochzustellen.

Diese Allgemeinmaßnahmen gegen die Refluxkrankheit sind auch mit einem Präparat kombinierbar, das die Beweglichkeit (Motilität) der Speiseröhre anregt (wie Domperidon). Bei leichter gastroösophagealer Refluxkrankheit ist diese Therapie oft ausreichend.

Erfordert die gastroösophageale Refluxkrankheit eine umfangreichere Therapie, zielt diese in der Regel darauf ab, die Bildung der Magensäure zu hemmen. Zum Einsatz kommen hierbei vor allem sogenannte Protonenpumpenhemmer, zum Beispiel Omeprazol, und H2-Rezeptorenblocker wie Ranitidin. Geeignet sind auch sogenannte Antazida, welche die bereits vorhandene Magensäure neutralisieren. Diese Antazida sollten Sie jedoch nicht längerfristig einnehmen, da der Magen nach einiger Zeit mit einer Steigerung der Säureproduktion auf sie reagiert.

Operation

Wenn die gastroösophageale Refluxkrankheit wiederholt zu einer entzündeten Speiseröhre führt und sich dadurch Vernarbungen bilden, die die Speiseröhre verengen (Ösophagusstenose), ist eine operative Therapie möglich. Ziel der Operation ist es, die Beweglichkeit der Speiseröhre zu unterstützen und die Schließfunktion des unteren Endes der Speiseröhre zu verbessern. Allerdings erfolgt die Behandlung der Refluxkrankheit durch Operation wegen des relativ hohen Komplikationsrisikos und des unbefriedigenden Langzeitergebnisses nur in Einzelfällen.

Weiterlesen: Refluxkrankheit (GERD): Verlauf

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