Reaktive Arthritis, Reiter-Syndrom: typische Symptome

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (17. Februar 2017)

Eine reaktive Arthritis zeigt sich typischerweise durch folgende Symptome:

  • fiebrige Gelenkentzündung (v.a. an Knie, Hüfte, Ellenbogen, Schulter) mit Gelenkschmerzen, Gelenkschwellung und Gelenküberwärmung, oft an wechselnden Gelenken
  • zum Teil Beteiligung der Wirbelsäule sowie der Sehnen und Bänder
  • zum Teil Haut- und Schleimhautveränderungen, z.B. Pusteln an Hand- und Fußsohlen (Keratoma blenorrhagicum), Mundschleimhautveränderungen, bei Männern bestimmte Form der Eichelentzündung (Balanitis circinata)
  • zum Teil Augenentzündungen (z.B. Bindehautentzündung, Hornhautentzündung, Regenbogenhautentzündung)

Eine reaktive Arthritis kann sich innerhalb von wenigen Tagen bis Wochen nach einem bakteriellen Magen-Darm-Infekt oder einer bakteriellen Infektion der Harnwege und der Geschlechtsorgane durch erste Symptome zeigen. Im Durchschnitt macht sich eine reaktive Arthritis jedoch zwei bis vier Wochen nach einer Infektion bemerkbar.

Bei der Sonderform der reaktiven Arthritis, dem Reiter-Syndrom, treten Symptome aus drei Körperbereichen zusammen auf, weshalb man auch von der sogenannten Reiter-Trias (Trias = Dreiheit) spricht. Typischerweise handelt es sich um:

  • Gelenkentzündung
  • Augenentzündung (z.B. Bindehautentzündung, Regenbogenhautentzündung)
  • Harnröhrenentzündung

Ist auch die Haut als vierter Symptom-Bereich beteiligt, sprechen Mediziner von der sogenannten Reiter-Tetrade (Tetrade = Vierheit).


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