Startseite > Krankheiten > Radiusfraktur (Speichenbruch) > Diagnose
Stand: 31. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei Verdacht auf eine Radiusfraktur (Speichenbruch) ist es bei der Diagnose zunächst notwendig, durch eine umfassende ärztliche Untersuchung das Ausmaß der sichtbaren Schäden zu klären. Dazu gehören mögliche Hautverletzungen, aber auch Schädigungen von Nerven und Gefäßen. Dabei untersucht der Arzt auch die angrenzenden Gelenke, um zu prüfen, ob womöglich eine begleitende Verrenkung (Luxation) vorliegt. Auch eine Beschreibung des Unfallhergangs kann darauf hinweisen, mit welcher Frakturform am ehesten zu rechnen ist.
Zur weiteren Diagnose kommt dann eine Röntgenuntersuchung zum Einsatz, bei der man das Handgelenk in zwei Ebenen – von oben und von der Seite – aufnimmt, um die Art der Radiusfraktur zu beurteilen.
Um die geeignete Therapie festlegen zu können, ist bei der Diagnose außerdem zu klären, ob der Speichenbruch eine stabile (keine Bänderverletzungen) oder instabile Fraktur ist. Zur Einordnung der Radiusfraktur stehen verschiedene Klassifizierungssysteme zur Verfügung, die neben der Stellung der Hand beim Sturz (Colles- bzw. Smith-Fraktur) auch das Ausmaß der Beteiligung des Handgelenks an der Fraktur berücksichtigen. Ein Beispiel ist die AO-Klassifikation der Radiusfraktur:
Wichtig für die Therapie einer Radiusfraktur (Speichenbruch) ist die Frage, in welchem Ausmaß das Gelenk zwischen der Speiche (Radius) und der Mittelhand geschädigt ist. Daher ordnet der Arzt die Fraktur bei der Diagnose mithilfe eines Klassifizierungsschemas ein. Vor allem im deutschsprachigen Raum ist die sogenannte AO-Klassifikation (Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthese) für die handgelenksnahe (distale) Radiusfraktur üblich. Sie teilt Radiusfrakturen in folgende Typen ein, die sich in der jeweiligen Beteiligung des Handgelenks voneinander unterscheiden:
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