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Forenexperte: Prof. Dr. Peter Wust
Forum Krebserkrankungen
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Stand: 20. Februar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Entwickelt sich ein Rachenkrebs (Pharynxkarzinom) im Nasenrachenraum (= Nasopharynx oder Epipharynx), spricht man von einem Nasopharynxkarzinom. Im Nasenrachenraum liegen die Rachenmandeln. Hier mündet außerdem die Ohrtrompete (eustachische Röhre) – ein Gang, über den die Belüftung und der Druckausgleich des Mittelohrs erfolgen.
In Europa und Nordamerika tritt jährlich 0,5 bis 1 neuer Fall von Rachenkrebs im Nasopharynx pro 100.000 Einwohnern auf. In Ländern wie Südchina, Südostasien und in Teilen Nordafrikas treten Nasopharynxkarzinome örtlich begrenzt (endemisch) mit 30 neuen Fällen pro 100.000 Einwohnern auf. Männer sind dabei etwa doppelt so häufig betroffen wie Frauen. Der Altersgipfel liegt zwischen dem 40. und 60. Lebensjahre.
Rachenkrebs im Nasopharynx geht meist von den seitlichen Wänden und vom Dach des Nasenrachens aus. Diese Nasopharynxkarzinome breiten sich schon früh bis in die Nasenhöhle und die Nasennebenhöhlen aus und können auch die Hirnnerven schädigen. Zum Zeitpunkt der Diagnose sind in 90 Prozent der Fälle bereits Tochtergeschwülste (Metastasen) in den Halslymphknoten vorhanden. Auf dem Blutweg breitet sich ein Nasopharynxkarzinom eher selten aus. In fortgeschrittenen Stadien dieser Krebserkrankung finden sich allerdings auch Fernmetastasen in anderen Organen des Körpers.
Weiterlesen: Rachenkrebs (Pharynxkarzinom): Definition – Oropharynx
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