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Quetschwunden

Veröffentlicht von: Till von Bracht (05. April 2016)

© iStock

Eigentlich wollten Sie nur einen Nagel in die Wand schlagen: Doch der Hammer hat sein Ziel knapp verfehlt und landete genau auf Ihrem Finger. Die Folge: Der Fingernagel verfärbt sich blau und eine schmerzhafte Quetschwunde entsteht. 

Aber auch durch Unfälle im Straßenverkehr, im Rahmen von Arbeitsunfällen oder beim Sport kann es zu Quetschwunden kommen. Sie können dann mit anderen Verletzungen, wie Schnittwunden oder Knochenbrüchen verbunden sein.

Die eigentliche Ursache für eine Quetschwunde ist im Prinzip immer die gleiche: Durch äußere Gewalteinwirkung auf den menschlichen Körper wird Weichteilgewebe so fest zusammengedrückt, dass Blutgefäße platzen und zerreißen. Dann tritt Blut in das umgebende Gewebe aus – ein Bluterguss (Hämatom) entsteht.

Die betroffene Körperpartie ist bei einer Quetschwunde oft nach kurzer Zeit geschwollen und schmerzhaft. Die Beweglichkeit kann eingeschränkt sein. Zusätzlich sind Blutungen und Gefühlsstörungen möglich.

Grundsätzlich gilt: Wenn Sie sich etwa beim Heimwerken auf den Finger gehauen und so eine kleinere Quetschwunde zugezogen haben, sollten Sie den Finger rasch kühlen. Dadurch verringert sich in vielen Fällen die Größe des Blutergusses. Bei offenen Quetschwunden besteht ein besonders hohes Infektionsrisiko. Behandlung und Prognose hängen davon ab, ob noch 

Kleinere Quetschwunden und die begleitenden Blutergüsse heilen in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen ohne Narbenbildung ab. Wenn zusätzlich eine offene Hautverletzung vorliegt, ist das Risiko für eine Wundinfektion erhöht, da Bakterien eindringen können.

Bei ausgeprägten Quetschwunden im Bereich des Unterschenkels oder des Unterarms ist das sogenannte Kompartmentsyndrom eine mögliche Komplikation. Durch den Bluterguss steigt dabei in den betroffenen Muskelschichten der Druck. Um dauerhaften Schäden vorzubeugen, muss der Arzt dann Haut und Bindegewebe einschneiden und so den Druck entlasten. In seltenen Fällen kann eine schwere Quetschwunde so eine Amputation der geschädigten Gliedmaße nach sich ziehen.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollten Sie versuchen, so gut es geht Unfälle zu vermeiden. Gerade beim Sport sollten Sie jederzeit eine geeignete Schutzausrüstung tragen. Außerdem hilft umsichtiges Verhalten, das Verletzungsrisiko zusätzlich zu verringern. Bei Hautverletzungen durch Quetschungen ist es wichtig, den Tetanus-Impfschutz bei Bedarf aufzufrischen, um sich vor einer Infektion mit Tetanus zu schützen.

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