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Stand: 31. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Kleinere Quetschwunden und die begleitenden Blutergüsse (Hämatome) heilen im weiteren Verlauf meist innerhalb von ein bis zwei Wochen ohne Narbenbildung ab. Wenn zusätzlich eine offene Hautverletzung vorliegt, ist das Risiko für eine Wundinfektion erhöht. Falls kein ausreichender Impfschutz mehr besteht, verabreicht der Arzt eine Impfung gegen Tetanus. Der begleitende Bluterguss ist ein idealer Nährboden für Bakterien. Ein entzündetes Hämatom muss der Arzt manchmal chirurgisch entfernen.
Bei ausgeprägten Quetschwunden besonders im Bereich des Unterschenkels ist im weiteren Verlauf das sogenannte Kompartmentsyndrom gefürchtet. Die verschiedenen Muskelgruppen des Unterschenkels mit ihren Blutgefäßen und Nerven verlaufen in straffen Bindegewebsschläuchen (sog. Muskellogen oder Kompartments). Sickert aufgrund eines Weichteilschadens Blut in das Kompartment und schwillt verletztes Gewebe an (Ödem), steigt dort der Druck allmählich an. Blutgefäße werden abgedrückt, die Blutzufuhr eingeschränkt und Nerven geschädigt. Um das Kompartment zu entlasten und dauerhaften Schäden vorzubeugen, öffnet der Arzt das Bindegewebe operativ.
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