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Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

Stand: 9. November 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist eine verzögerte, starke Reaktion auf ein traumatisches Erlebnis. Die PTBS tritt nach belastenden Ereignissen auf – so zum Beispiel nach einer Vergewaltigung, nach einer Naturkatastrophe oder nach körperlicher Gewalt. Während eventuelle körperliche Verletzungen meist direkt behandelt werden, sind seelische Verletzungen manchmal so ausgeprägt, dass der Betroffene sie aus Selbstschutz verdrängt. Jedoch: Je früher eine posttraumatische Belastungsstörung bearbeitet wird, desto eher kann eine Person ihr Trauma bewältigen.

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Eine posttraumatische Belastungsstörung tritt nach einem traumatischen Ereignis auf.

Menschen mit einer PTBS durchleben das traumatische Ereignis immer wieder, so zum Beispiel durch plötzliche Erinnerungen an das Erlebte (Intrusionen) oder sich wiederholende Albträume. In sogenannten Flashbacks treten dem Betroffenen plötzlich Bilder des Traumas in Erinnerung. Er fühlt und handelt dann genau so, als ob er das Geschehene erneut durchleben würde. Personen, die eine posttraumatische Belastungsstörung haben, neigen dazu, Situationen zu vermeiden, die sie an das Trauma erinnern könnten. Sie ziehen sich von der Außenwelt zurück. Darüber hinaus befinden sich Menschen mit PTBS in einem Zustand der vegetativen Übererregbarkeit, welcher sich durch Symptome wie zum Beispiel Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen, Schreckhaftigkeit oder Schlafstörungen äußert.

Nicht nur Personen, die unmittelbar Opfer einer traumatischen Situation waren, können eine posttraumatische Belastungsstörung entwickeln. Auch Augenzeugen, welche ein sehr belastendes Ereignis – zum Beispiel den Überfall auf eine andere Person – miterlebt haben, können anschließend an einer PTBS leiden.

Um eine posttraumatische Belastungsstörung zu behandeln, kommen verschiedene Therapiemöglichkeiten in Betracht. Ist der Betroffene entsprechend stabil, kann er das Trauma gemeinsam mit einem qualifizierten Psychotherapeuten bearbeiten und die PTBS Schritt für Schritt bewältigen.

Auch wenn es schwer ist, das Erlebte zu bearbeiten – es lohnt sich! Mithilfe eines erfahrenen Therapeuten können Menschen ihre posttraumatische Belastungsstörung nach und nach hinter sich lassen.

Weiterlesen: Posttraumatische Belastungsstörung: Definition

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