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Stand: 26. Januar 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, einen Alkoholentzug durchzuführen. Eine Möglichkeit ist ein sogenannter kalter Entzug: Dabei erfolgt die Therapie ohne medikamentöse Unterstützung, in der Regel aber mit entsprechender Betreuung. Aber auch außerhalb eines therapeutischen Rahmens ist ein kalter Entzug möglich: Manche Alkoholiker versuchen, ihre Erkrankung ohne professionelle Hilfe in den Griff zu bekommen. Sie haben beispielsweise Bedenken, einen Arzt aufzusuchen, weil sie sich für ihr Verhalten schämen, möchten aber auf Alkohol verzichten können. So entscheiden sie sich für einen eigenmächtigen kalten Entzug, ohne von einem Experten unterstützt zu werden. Jedoch birgt ein selbstständiger kalter Entzug gewisse Risiken: Ein Alkoholentzug kann mit teilweise heftigen körperlichen Symptomen verbunden sein, sodass ein kalter Entzug möglichst unter fachkundiger Aufsicht erfolgen sollte – im Idealfall in einer Klinik. Gerade ein kalter Entzug, bei dem die Beschwerden nicht durch Arzneimittel gelindert werden, kann mit Komplikationen verbunden sein. So kann ein Alkoholdelir (Delirium tremens) auftreten, bei dem Symptome wie Halluzinationen, Ängstzustände, Verwirrtheit, Zittern, Erregung, Krämpfe oder Schwitzen im Vordergrund stehen. Ein kalter Entzug dauert im Rahmen einer Behandlung in der Regel bis zu zwei Wochen.
Im Gegensatz zum kalten Entzug verabreicht der Therapeut beim warmen Entzug Medikamente, um die Entzugserscheinungen des Betroffenen zu lindern. Dies hat zum einen den Vorteil, dass der Alkoholiker weniger unter den Symptomen leidet, die bei Abstinenz entstehen. Zum anderen erhöht sich damit die Chance, dass der Alkoholiker die Therapie nicht vorzeitig abbricht und rückfällig wird.
Egal, ob kalter oder warmer Entzug: Ein Alkoholentzug ist wohl für jeden Alkoholiker eine Behandlung, die viel Durchhaltevermögen und einen eisernen Willen erfordert – aber es lohnt sich!
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