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Mobbing und seine Folgen

Stand: 29. Juni 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Mobbing kann jeden treffen: Es gibt weder ein typisches Mobbingopfer noch allgemeine Verhaltensregeln, um sich vor Mobbing und seinen möglichen Folgen zu schützen. Allerdings haben manche Menschen ein höheres Risiko, am Arbeitsplatz gemobbt zu werden:

Mobbing

Frauen, Auszubildende und ältere Beschäftigte sind eher von Mobbing am Arbeitsplatz betroffen; außerdem ist mobbendes Verhalten in bestimmten Berufsgruppen häufiger anzutreffen als in anderen: So ist Mobbing zum Beispiel im Pflegebereich oder Bankwesen öfter an der Tagesordnung – einen überdurchschnittlich respekt- und achtungsvollen Umgang miteinander zeigen dagegen beispielsweise Berufskraftfahrer, das Fahrpersonal im öffentlichen Personennahverkehr oder auch Landwirte.

Der "typische" Mobbingtäter am Arbeitsplatz ist ein männlicher Vorgesetzter mittleren Alters, der schon mehrere Jahre im Betrieb beschäftigt ist. Allerdings geschieht Mobbing auch durch ältere und jüngere Vorgesetzte und Kollegen beiderlei Geschlechts. Die Ursachen für das Mobben sind vielfältig: Zu den häufigen Motiven der Mobber zählen Abneigung gegen das Mobbingopfer, Neid, Frust, übertriebener Ehrgeiz und Existenzangst. Manche Firmen setzen Mobbing auch zu dem Zweck ein, Personal abzubauen. Grundsätzlich ist Mobbing in denjenigen Firmen eher ein Problem, die sich wenig um Personalpflege und -entwicklung kümmern und in denen auch sonst eher schlechte Arbeitsbedingungen herrschen.

Mobbing am Arbeitsplatz ist nicht zu verwechseln mit kleinen Konflikten, Streitereien und Missverständnissen – solche Situationen gehören zum Alltag und sind völlig normal. Mobbing hingegen ist laut Definition ein gezieltes und dauerhaftes Angreifen, Schikanieren und Ausgrenzen einzelner Personen. Dieses Verhalten ist kein Kavaliersdelikt, denn die Folgen von Mobbing sind oft schwer – nicht nur für die Betroffenen.

Mobbing kann auf verschiedene Arten erfolgen und sich auf unterschiedlichen Ebenen auswirken. Häufig schränken die Mobber ihre Opfer in deren Möglichkeit ein, sich mitzuteilen. Daneben können Mobbing-Handlungen die sozialen Beziehungen innerhalb des Betriebs erschweren (z.B. indem der/die Mobbingtäter jemanden ignorieren oder in ein abgelegenes Büro versetzen). Durch das Mobben kann auch das soziale Ansehen der Betroffenen geschädigt sein, etwa indem die Täter Gerüchte über die Mobbingopfer verbreiten.

Mobbing im Beruf kann die Gesundheit der Betroffenen stark gefährden. Immer mehr Menschen empfinden ihre Situation auf der Arbeit als belastend und unerträglich, weil sie den Anfeindungen durch Kollegen oder Vorgesetzte wehrlos ausgeliefert sind. Und auch die finanziellen Einbußen, die dem Arbeitnehmer durch eine sinkende Arbeitsqualität und höhere Fehlzeiten entstehen, sind nicht zu vernachlässigen. Mit wachsendem Leistungsdruck und zunehmender Konkurrenz im Betrieb rückt das Thema Mobbing verstärkt in den Blickpunkt.

Aber nicht nur am Arbeitsplatz, auch an anderen Orten gibt es Mobbing: Viele Kinder und Jugendliche sind beispielsweise in der Schule fortwährend Angriffen und Schikanen ihrer Mitschüler ausgesetzt. Viele nutzen auch das Internet, um andere zu mobben (dieses Mobbing im Internet bezeichnet man auch als Cyber-Mobbing). Umso wichtiger ist es, den Betroffenen in allen Bereichen Hilfe bei Mobbing zu bieten.

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