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Stand: 23. April 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Worin die Fatigue bei Krebs ihre Ursachen hat, ist bisher nicht genau geklärt. Fest steht, dass mehrere Faktoren bei der Entstehung dieser andauernden und quälenden Erschöpfung eine Rolle spielen: Zum einen ist der Krebs selbst mit all seinen gesundheitlichen Folgen für den Erschöpfungszustand mitverantwortlich, zum anderen können vor allem einige Formen der Krebsbehandlung – wie Chemotherapie und Strahlentherapie, operative Eingriffe oder die Immuntherapie mit sogenannten Zytokinen (Interferone, Interleukine) – hinter der Fatigue stecken. Darüber hinaus können viele weitere Auslöser an der Entstehung der Fatigue bei Krebs mitwirken. Auch wenn der Krebs besiegt ist, kann die Fatigue noch monate- bis jahrelang bestehen bleiben.
Die Fatigue bei Krebs kann ihre Ursachen in der Krebserkrankung selbst haben, die den Körper in erheblichem Maß beansprucht. Typische krankheitsbedingte Störungen, die eine Fatigue begünstigen können, sind zum Beispiel Blutarmut, Fieber, Nachtschweiß, Schmerzen, Übelkeit oder Gewichtsverlust.
An der Entstehung der Fatigue bei Krebs sind mehrere krankheitsbedingte Veränderungen im Körper beteiligt: So ist zum Beispiel der Energieverbrauch des Körpers – bedingt durch das schnelle Wachstum der Krebszellen im Vergleich zu gesunden Körperzellen – bei Krebs deutlich erhöht. Und infolge der Immunreaktion des Körpers gegen den Krebs sammeln sich Stoffe an, die die Stoffwechselvorgänge stören – was ebenfalls einen Abbau der Energiereserven und außerdem eine Schwächung der Muskeln verursachen kann. Vermutlich spielt unter den Ursachen der Fatigue bei Krebs auch ein geschädigter Hypothalamus eine Rolle – dies ist eine Region im Gehirn, die für Wachheit und Aufmerksamkeit zuständig ist: Mögliche Folgen sind verfrühte Wechseljahre mit einer Umstellung der hormonellen Gegebenheiten oder eine Unterfunktion der Schilddrüse, was die krankheitsbedingte Fatigue ebenfalls fördern kann.
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