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Stand: 21. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei den Schizophrenie-Ursachen scheinen unterschiedliche Faktoren zusammenzuwirken. Man nimmt an, dass eine genetische Veranlagung (Disposition) eine zentrale Rolle spielt. Das sogenannte Vulnerabilitäts-Stress-Coping-Modell ist in diesem Zusammenhang besonders anerkannt. Vertreter dieses Modells gehen davon aus, dass sowohl neurobiologische als auch psychologische und soziale Faktoren eine Schizophrenie verursachen.
Untersuchungen mit schizophrenen Menschen und deren Angehörigen weisen darauf hin, dass eine genetische Veranlagung bestehen kann.
Sind in einer Familie beispielsweise beide Eltern an einer Schizophrenie erkrankt, liegt das Risiko für das Kind bei 40 Prozent, ebenfalls eine Schizophrenie zu entwickeln. Hat ein Zwillingskind eine Schizophrenie, liegt das Risiko für das Geschwisterkind bei eineiigen Zwillingen bei 50 Prozent und bei zweieiigen Zwillingen bei 15 Prozent.
Diese sogenannten Familien- und Zwillingsstudien zeigen, dass bei Schizophrenie und der Suche nach ihren Ursachen die Vererbung eine große Rolle spielt. Man sieht sie jedoch nicht als alleinige Ursache der Schizophrenie an. Auch biochemische Faktoren oder Komplikationen bei der Geburt können die Wahrscheinlichkeit für eine Schizophrenie erhöhen. Die Krankheit bricht allerdings nur aus, wenn andere Faktoren wie zum Beispiel Stress hinzukommen.
Eine Veranlagung (Disposition) für eine Schizophrenie äußert sich häufig in einigen Auffälligkeiten. Beispielsweise haben Betroffene oft Schwierigkeiten, Informationen auszuwählen, die für das Lösen einer Aufgabe wichtig sind. Wenn sie Informationen verarbeiten, greifen sie häufig nicht auf Erfahrungen zurück, die ihnen helfen könnten. Außerdem setzen scheinbar harmlose Ereignisse sie schnell unter Anspannung. Bei Stress hingegen verhalten sie sich passiv.
Häufige Auslöser einer Schizophrenie sind bei der entsprechenden genetischen Veranlagung Drogenkonsum und besonders einschneidende Lebensereignisse wie der Tod eines geliebten Menschen.
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