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Stand: 21. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei Schizophrenie liegt eine Kombination verschiedener Symptome vor. Für sich allein genommen kann jedes Symptom auch bei vielen anderen Erkrankungen auftreten.
Bei der Schizophrenie klassifizieren Mediziner die Symptome folgendermaßen:
Je nachdem, welche Form der Schizophrenie vorliegt, sind bestimmte Symptome besonders stark ausgeprägt. So ist zum Beispiel die paranoide Schizophrenie – also die Schizophrenie vom paranoid-halluzinatorischen Typ – vor allem durch die Symptome Wahn und Halluzinationen geprägt. Betroffene, bei denen eine paranoide Schizophrenie vorliegt, haben dafür keine oder weniger starke Störungen des Denkens, der Gefühlsäußerungen (sog. affektive Störungen) oder der mit der seelischen Befindlichkeit verbundenen Bewegungen (sog. psychomotorische oder katatonische Symptome).
Bei Wahnvorstellungen als typische Schizophrenie-Symptome handelt es sich um eine falsche Beurteilung der Realität. Etwa 80 Prozent der Menschen mit Schizophrenie haben im Verlauf der Erkrankung Wahnvorstellungen, vor allem Verfolgungs- und Beziehungswahn, bei dem der Betroffene das Verhalten anderer wahnhaft auf sich selbst bezieht. Das Besondere an Wahnideen als Schizophrenie-Symptome ist, dass sie für Außenstehende sehr bizarr sind und oft einen magisch-mystischen Charakter haben.
Halluzinationen sind ebenfalls häufige Schizophrenie-Symptome, die bei etwa der Hälfte der Betroffenen auftreten. Eine Halluzination ist eine Sinnestäuschung. Hierbei empfinden Menschen mit Schizophrenie etwas als real, für das kein tatsächlicher Sinnesreiz vorhanden ist. Sie sehen beispielsweise Gesichter in Wänden, die gar nicht vorhanden sind (optische Halluzination); oder sie hören Stimmen, die sonst niemand wahrnimmt (akustische Halluzination). Akustische Halluzinationen kommen sehr häufig als Schizophrenie-Symptome vor. Oft äußern sie sich durch Stimmen, die dem Erkrankten Befehle erteilen (sog. imperative Stimmen) oder ihr Verhalten kommentieren (sog. kommentierende Stimmen). Manche Betroffene hören auch Stimmen, die sich untereinander unterhalten (sog. dialogisierende Stimmen). Auch das sogenannte Gedankenlautwerden gehört zu den akustischen Halluzinationen. Dabei glauben Betroffene, die eigenen Gedanken zu hören. Generell können Halluzinationen als Schizophrenie-Symptome jedes Sinnesorgan betreffen, also auch das Riechen und Schmecken.
Ich-Störungen als Schizophrenie-Symptome kommen ebenfalls bei fast jedem zweiten Schizophrenen vor. Dabei verschwimmen für den Betroffene die Grenzen zwischen "Ich" und "Umwelt". Die Psychiatrie unterscheidet bei Schizophrenie folgende Ich-Störungen als Symptome:
Formale Denkstörungen sind Schizophrenie-Symptome, die bei etwa zwei von drei Schizophrenen auftreten. Dabei ist der Denkablauf verzerrt.
Die Betroffenen verschmelzen zum Beispiel verwandte Sachverhalte (sog. Kontamination). Teilweise erfinden sie Wörter neu, die völlig absurd klingen können und keinen Sinn zu haben scheinen (sog. Neologismen).
Das Denken von Menschen mit Schizophrenie ist zerfahren und zusammenhangslos, mit sprunghaften und unlogischen Gedankengängen (Zerfahrenheit) bis hin zu willkürlichen Verknüpfungen von Worten (Wortsalat, Schizophasie). So können sie zum Beispiel in einem Satz über völlig unterschiedliche Dinge reden, sodass der Zuhörer gar nicht weiß, worüber der Betroffene gerade spricht. Oder sie sagen einfach Wörter vor sich hin, ohne Sinn, Grammatik und besonderen Inhalt.
Bei manchen Betroffenen äußern sich formale Denkstörungen als Schizophrenie-Symptome dadurch, dass ihr Denken in einem Gespräch plötzlich ohne erkennbaren Grund abbricht (sog. Gedankensperrung).
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