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Stand: 10. September 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die depressive Verstimmung hat immer Saison – im Winter treten depressive Verstimmungen jedoch besonders häufig auf. Dauert der lustlose, niedergeschlagene Zustand länger als zwei Wochen an, spricht man von einer saisonal abhängigen Depression (SAD) oder entsprechend der Jahreszeit auch von einer Winterdepression.
Die sogenannte Winterdepression hängt mit der Jahreszeit zusammen: Die Tage werden kürzer, es wird früher dunkel, es stürmt und regnet – spätestens im November schlagen vielen Menschen das nasskalte Wetter und der Lichtmangel aufs Gemüt.
Die depressive Verstimmung (leichte bis mittelschwere Depressionen) zählt zu den häufigsten psychischen Krankheiten. Besonders bekannt ist die Winterdepression, die im Herbst und Winter auftritt. Es gibt viele Symptome, die auf eine depressive Verstimmung hinweisen können: Der Betroffene ist niedergeschlagen, lustlos, erschöpft und hat häufig keinen Appetit. Die dauerhaft schlechte Stimmung schlägt wiederum aufs Gemüt, soziale Kontakte werden eingeschränkt. Ein Teufelskreis baut sich auf, denn der Betroffene fühlt sich immer einsamer. Dinge und Aktivitäten, die vorher Spaß gemacht haben, bereiten während einer depressiven Verstimmung keine Freude mehr. Aber auch körperliche Beschwerden ohne organische Ursache wie zum Beispiel Kopfschmerzen oder Magen-Darm-Probleme können Anzeichen für eine depressive Verstimmung wie die Winterdepression sein.
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Die möglichen Ursachen für eine depressive Verstimmung sind vielfältig. Hierzu zählen beispielsweise permanenter Stress oder belastende Ereignisse. Bei einer Winterdepression ist in der Regel der Lichtmangel in den Herbst- und Wintermonaten für die depressive Verstimmung verantwortlich, der die Hormone und Botenstoffe im Gehirn aus der Balance bringt.
Bei einer saisonal abhängigen Depression (SAD) ist der Verlauf oft typisch. Eine Winterdepression beginnt meist im Herbst und bildet sich im Frühjahr wieder vollständig zurück. Menschen, die anfällig für eine Winterdepression sind, können jedoch eine Menge tun, um die Beschwerden zu lindern. Die Therapie richtet sich in erster Linie danach, wie ausgeprägt die depressive Verstimmung ist.
Saisonal abhängigen Depressionen wie der Winterdepression können Sie vorbeugen: Viel Bewegung im Freien hilft beispielsweise dabei, ausreichend Licht zu tanken und das körpereigene "Glückshormon" Serotonin zu produzieren, welches die depressive Verstimmung mildert.
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