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Depression

Veröffentlicht von: Wiebke RaueMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Wer sich dauerhaft niedergeschlagen und freudlos fühlt, sich nicht mehr für Dinge interessiert, die früher Spaß machten, und sich nur schwer zu einfachen Aktivitäten aufraffen kann, hat vielleicht eine Depression. Damit steht niemand alleine da: 16 bis 20 Prozent aller Menschen sind im Laufe ihres Lebens irgendwann einmal depressiv.

Damit zählen Depressionen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Die wichtigsten Anzeichen einer Depression sind: Niedergeschlagenheit, Interessenverlust, Freudlosigkeit und verminderter Antrieb.

Darüber hinaus löst eine Depression häufig weitere Symptome (auch körperliche Beschwerden) aus: Unter anderem können Schlafstörungen, Ängste, Selbstzweifel und Konzentrationsstörungen auftreten. Die für Depressionen infrage kommenden Ursachen sind vielfältig: So können biologische und psychologische Einflüsse Menschen anfälliger für eine depressive Erkrankung machen. Auch die Lebensumstände und persönliche Faktoren können großen Einfluss auf die Entstehung einer Depression haben. Belastungen wie beispielsweise der Tod eines nahestehenden Menschen oder Stress im Berufsleben sind häufige Auslöser für Depressionen, vor allem bei erhöhter Anfälligkeit.

Die Diagnose einer Depression erfolgt nur, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind: Es müssen mindestens vier für Depressionen typische Symptome vorliegen, wobei mindestens zwei davon zu den Kernsymptomen (Niedergeschlagenheit, Interessenverlust, Freudlosigkeit oder Antriebslosigkeit) gehören und die Symptome mindestens zwei Wochen lang auftreten müssen.

Hilfe bei Depressionen bieten Medikamente und eine Psychotherapie. Häufig kommt bei einer Depression beides zusammen zur Behandlung zum Einsatz.

  • Die gegen Depressionen eingesetzte medikamentöse Therapie besteht in erster Linie aus sogenannten Antidepressiva. Nachdem die Symptome abgeklungen sind, ist es ratsam, diese Mittel noch eine Zeit lang einzunehmen, um Rückfälle zu vermeiden (sog. Erhaltungstherapie).
  • Die psychotherapeutische Behandlung einer Depression zielt unter anderem darauf ab, das Leben der Betroffenen aktiver zu gestalten und negative Denkmuster abzubauen. Zusätzlich vermittelt die Psychotherapie Strategien, die Menschen mit Depressionen dabei helfen können, wiederkehrenden Symptomen ihrer psychischen Erkrankung frühzeitig entgegenzuwirken.

Der Verlauf einer Depression hängt von verschiedenen Faktoren ab: Wie viele depressive Episoden traten bereits auf? Wie lang und wie intensiv waren sie? Wie lange dauerte die beschwerdefreie Zeit zwischen den depressiven Phasen? Grundsätzlich gilt: Je früher die Behandlung einer Depression beginnt, desto besser sind die Heilungschancen

Weiterlesen: Depressionen: Definition

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