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Stand: 18. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine Depression ist eine psychische Erkrankung, die zu den als affektive Störungen bezeichneten Stimmungsstörungen gehört: Eine affektive Störung ist eine Erkrankung, bei der es häufig zu Schwankungen der Stimmung und des Antriebs kommt.
Häufig sind Depressionen mit dem Gefühl einer tiefen Traurigkeit verbunden. Gefühle von Traurigkeit und Niedergeschlagenheit kennt jeder Mensch. Vor allem nach belastenden Ereignissen kommt es fast immer zu einer Phase, in der die Stimmung gedrückt ist. Solche Ereignisse sind beispielsweise der Tod eines geliebten Menschen oder Liebeskummer nach dem Ende einer Partnerschaft. Die meisten Menschen sind allerdings auch während dieser Zeit in der Lage, kurzfristig ihren Kummer zu vergessen: Sie können sich zum Beispiel im Gespräch mit Freunden oder Bekannten von ihren traurigen Gefühlen ablenken. Bei einem normalen Trauerprozess lassen Gefühle der Traurigkeit oder der Niedergeschlagenheit mit der Zeit nach. Bleiben sie jedoch über lange Zeit bestehen, kann sich der Zustand zu einer Depression entwickeln.
Statt mit tiefer Traurigkeit sind Depressionen auch oft mit einer quälenden emotionalen Leere verbunden. Die Betroffenen fühlen sich in ihrer gesamten Lebensführung von der Depression stark beeinträchtigt. Ihnen gelingt es häufig nur schwer, alltägliche Aufgaben zu bewältigen, wie sie zum Beispiel im Haushalt anfallen. Sie verspüren starke Selbstzweifel und interessieren sich nicht mehr für Dinge, die ihnen früher wichtig waren. Auch Ablenkung und der Zuspruch anderer verschaffen depressiven Menschen keine Erleichterung.
Die Depression gehört zu den häufigsten psychischen Erkrankungen: Sie tritt mit einer Häufigkeit von 16 bis 20 Prozent auf. Frauen sind häufiger depressiv als Männer. Depressionen können sich in jedem Alter entwickeln – am häufigsten kommt es jedoch im Alter von 18 bis 25 Jahren zu einer ersten Depression. Nach einer depressiven Phase entwickelt etwa die Hälfte aller Betroffenen erneut eine Depression (sog. rezidivierende Depression).
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