Startseite > Krankheiten > Psychische Erkrankungen > Affektive Störungen (Manisch depressive Erkrankung) > Vorbeugen
Stand: 17. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Wenn Sie für affektive Störungen anfällig sind, können Sie der Entstehung entsprechender Symptome nicht vorbeugen. Da Stimmungsstörungen häufig im Zusammenhang mit vorangegangenen belastenden Lebensereignissen auftreten, ist es jedoch allgemein ratsam, in schwierigen Lebensphasen schon frühzeitig für Unterstützung zu sorgen, sei es durch nahe stehende Menschen oder durch professionelle Hilfe.
Wenn Sie eine affektive Störung haben, können Sie jedoch einem Rückfall vorbeugen: Dazu ist es ratsam, dass Sie frühzeitig – sobald die akuten Symptome abgeklungen sind – Strategien erarbeiten, um das erneute Auftreten der Symptome zu verhindern. Dabei ist gerade für die bipolare affektive Störung (manisch-depressive Erkrankung) eine medikamentöse Therapie von zentraler Bedeutung. Aufgrund der Nebenwirkungen dieser Medikamente fällt es jedoch vielen Betroffenen schwer, nach dem Abklingen der akuten Symptome die Medikamente weiter einzunehmen. Auch sehen Betroffene, die noch manische Restsymptome zeigen, oft die Notwendigkeit einer weiteren Behandlung nicht ein, da sie sich nicht als krank empfinden. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt, in der Sie auch solche Bedenken besprechen können, kann das Risiko von Rückfällen senken.
Um zu vermeiden, dass affektive Störungen erneut auftreten, ist auch eine Psychotherapie wichtig: Hier können Sie lernen, mögliche Anzeichen für einen drohenden Rückfall zu erkennen und geeignete Bewältigungsstrategien zu entwickeln. So ist es für Sie gerade in kritischen Lebensphasen zum Beispiel empfehlenswert, Stress zu vermeiden, einen regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus einzuhalten und angenehme, entspannende Aktivitäten auszuüben.
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