Startseite > Krankheiten > Psychische Erkrankungen > Affektive Störungen (Manisch depressive Erkrankung) > Verlauf
Stand: 17. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Affektive Störungen zeigen in der Regel einen phasenweisen Verlauf: Es kommt zu mehr oder weniger ausgeprägten Schüben mit gedrückter oder gehobener Stimmung. Die Symptome klingen nach einer Weile ab, sodass die Stimmung bis zur nächsten Phase auf ein normales Niveau zurückkehrt. Dabei kann der Beginn einer depressiven Phase sowohl schleichend als auch plötzlich einsetzen, während eine manische Phase meist rasch (innerhalb weniger Stunden oder Tage) beginnt.
Wenn affektive Störungen unipolar sind, also nur durch Symptome einer Manie oder Depression gekennzeichnet sind, ist mit etwa vier Phasen im Laufe des Lebens zu rechnen. Eine bipolare Störung mit abwechselnd manischen und depressiven Zuständen (manisch-depressive Erkrankung) nimmt einen aus mehreren kürzeren Phasen bestehenden Verlauf. Je länger die affektive Störung besteht, desto schneller folgen die Phasen aufeinander. Unbehandelte manische oder depressive Phasen dauern etwa vier bis zwölf Monate – auch hier verkürzt sich mit steigender Phasenzahl die symptomfreie Zeit zwischen den Schüben.
Bipolare affektive Störungen beginnen meist in einem Alter von 30 bis 35 Jahren, während der Verlauf von Depressionen meist später, zwischen dem 40. und 45. Lebensjahr, einsetzt. Je früher bei affektiven Störungen die Diagnose und Behandlung erfolgt, desto günstiger ist die Prognose.
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