Startseite > Krankheiten > Psychische Erkrankungen > Affektive Störungen (Manisch depressive Erkrankung) > Ursachen
Stand: 17. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Für affektive Störungen kommen als Ursachen neben einer anlagebedingten Verletzlichkeit viele weitere äußere Faktoren infrage. Ob ein Lebensereignis eine affektive Störung auslöst, hängt also davon ab, wie empfänglich die einzelnen Betroffenen für derartige Störungen sind.
Affektive Störungen gehen meistens mit Depressionen einher. Im Vorfeld von Depressionen treten gehäuft traumatische Ereignisse auf (wie z.B. der Verlust eines geliebten Menschen oder anhaltende Konflikte). Diese Faktoren scheinen einer Depression allerdings nicht als Ursachen zugrunde zu liegen, sondern eher zu einer unspezifischen Stressreaktion zu führen, die sich in Depressionen äußern kann.
Als Ursachen für affektive Störungen spielen erblich bedingte Faktoren eine große Rolle. Ein Hinweis hierfür ist die Tatsache, dass unter Verwandten ersten Grads affektive Störungen gehäuft auftreten. Wenn beispielsweise ein Elternteil eine affektive Störung hat, besteht eine Wahrscheinlichkeit von 10 bis 20 Prozent, dass das Kind dieselbe Störung entwickelt. Sind beide Elternteile betroffen, beträgt das Erkrankungsrisiko des Kindes 50 bis 60 Prozent. Liegt eine affektive Störung bei einem eineiigen Zwilling vor, so ist der andere Zwilling mit einer 65-prozentigen Wahrscheinlichkeit ebenfalls betroffen.
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