Affektive Störungen (Manisch depressive Erkrankung)

Affektive Störungen

Affektive Störungen (Manisch depressive Erkrankung): Therapie

Stand: 17. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Welche Behandlung gegen affektive Störungen erfolgt, hängt von verschiedenen Faktoren ab: vom Grad der sozialen Beeinträchtigung, Ausmaß der Symptome und sozialen Umfeld. In der Regel ist eine ambulante Therapie möglich, bei der vor allem Medikamente und eine Psychotherapie zum Einsatz kommen.

Medikamente

Affektive Störungen lassen sich durch eine medikamentöse Therapie meist erfolgreich behandeln. Welche Medikamente infrage kommen, hängt in jedem Einzelfall von Form, Ursache und Ausprägung der affektiven Störung ab.

Gegen eine Depression können Ihnen beispielsweise Antidepressiva, selektive Serotonin-Rückaufnahme-Hemmer ( SSRI) oder Johanniskrautextrakte helfen. Welches Mittel der Arzt Ihnen verschreibt, richtet sich in erster Linie nach Ihren Symptomen sowie nach den erwarteten Nebenwirkungen (z.B. Mundtrockenheit und Blutdrucksenkung). So sind bei Depressionen, die mit großer Unruhe einhergehen, Medikamente empfehlenswert, die neben antidepressiver auch eine beruhigende Wirkung haben. Auch gegen einzelne Symptome, wie Schlafstörungen oder Unruhe, sollte eine spezifische medikamentöse Therapie erfolgen. Wenn Ihre Beschwerden abgeklungen sind, setzen Sie die Behandlung am besten mindestens sechs bis zwölf Monate fort, da affektive Störungen ein hohes Rückfallrisiko haben.

Unter Umständen sind affektive Störungen mit einer Substanz behandelbar, die eigentlich zur Therapie von Parkinson zum Einsatz kommt: Amantadin scheint bei Depressionen wirksam zu sein, an deren Entstehung ein bestimmtes Virus (das sog. Bornavirus) beteiligt ist.

In ihren manischen Phasen lassen sich affektive Störungen mit einer Kombination verschiedener Medikamente behandeln, die der wahnhaften Symptomatik entgegenwirken und die eine allgemein beruhigende Wirkung haben. Gegen Symptome einer Manie kommz vor allem Lithium zum Einsatz. Mit dieser Therapie ist außerdem vermeidbar, dass erneut depressive und manische Symptome auftreten.

Biologische Verfahren

Gegen affektive Störungen können neben der medikamentösen Therapie auch biologische Verfahren zum Einsatz kommen. So haben sich bei der Depression je nach Unterform auch der Schlafentzug (zur Korrektur des gestörten Wach-Schlaf-Rhythmus) und die Lichttherapie (bei Depressionen, die jahreszeitlich bedingt auftreten) bewährt.

Die Akutbehandlung von Manien ist aufgrund der häufig fehlenden Krankheitseinsicht der Betroffenen oftmals schwierig. Daher ist es gerade bei ausgeprägter Symptomatik ratsam, affektive Störungen in einer manischen Episode stationär behandeln zu lassen. Es ist wichtig, die Betroffenen von anregenden Außenreizen abzuschirmen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich innerhalb eines geschützten Rahmens abzureagieren.

Weiterlesen: Affektive Störungen (Manisch depressive Erkrankung): Therapie – Psychotheapie

Das könnte Sie auch interessieren

Psychische Erkrankungen

Psychische Erkrankungen

Erfahren Sie im Überblick mehr psychische Erkrankungen wie Depressionen und Manie. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Bilderpaarsuche

Bilderpaarsuche

Bilderpaarsuche ist ein Merkspiel, das Sie sicher noch aus Kindertagen kennen. Halten Sie Ihr Gedächtnis in Schwung und spielen Sie hier Bilderpaarsuche online! mehr ...

Weitere Themen:

PartnerangeboteAnzeige

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.