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Stand: 21. November 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Da die Gründe für die Entstehung einer Magersucht (Anorexie) weitgehend kaum bestimmbar und sehr vielschichtig sind, sind wirksame Maßnahmen zum Vorbeugen der Essstörung schwer zu benennen. Allgemein sollten Sie dafür sorgen, dass Mahlzeiten regelmäßig und genussvoll in einer ruhigen Atmosphäre stattfinden. Dies verhindert, dass die Beteiligten Essen mit Konfliktsituationen verbinden. Außerdem sollten Sie Kinder nicht zwingen zu essen oder aufzuessen.
Finden sich Hinweise auf ein fehlerhaftes Essverhalten, sollten Sie dies offen besprechen. Anzeichen für eine Magersucht können zum Beispiel darin bestehen, dass die Betroffenen deutlich an Gewicht verlieren oder sich sehr häufig wiegen, große Mengen Wasser trinken, um das Hungergefühl auszuschalten, oder übermäßig Sport treiben, um noch mehr Kalorien zu verbrauchen. Auch ein geleerter Kühlschrank, große Ausgaben für kalorienarme Lebensmittel oder die Einnahme von Appetitzüglern und Abführmitteln sind Alarmsignale für eine mögliche Magersucht. In einem Gespräch sollten Sie deutlich machen, dass das Verhalten nicht normal ist und sehr gefährlich sein kann. Sie sollten außerdem nicht zögern, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
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