Startseite > Krankheiten > Psychische Erkrankungen > Magersucht > Verlauf
Stand: 21. November 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine frühzeitig erkannte und entsprechend behandelte Magersucht (Anorexie) nimmt auf kurze Sicht vielfach einen günstigen Verlauf: Die Erfolgsquoten für eine kurzfristige Gewichtssteigerung liegen zwischen 40 und 90 Prozent. Allerdings sind derzeit keine aussagekräftigen Daten zu langfristigen Therapieerfolgen verfügbar.
Die Prognose einer Magersucht hängt auch vom Gewicht der Betroffenen ab: Liegt das Gewicht nach einer stationären Behandlung der Magersucht bei mindestens 90 Prozent des Body-Mass-Index (BMI), haben Betroffene im weiteren Verlauf einen besseren Heilungserfolg als diejenigen, die bei ihrer Entlassung weniger wiegen. Etwa zehn Prozent der Magersüchtigen sterben infolge der Magersucht.
Auch nachdem sich ihr Gewicht normalisiert hat, hält bei vielen Menschen mit Magersucht die verzerrte Einstellung zu Gewicht und Figur an. Allgemein stehen die Chancen, eine Magersucht zu überwinden, besser, wenn die Essstörung früh auftritt. Bei einem sehr frühen Beginn vor dem elften Lebensjahr sind die Aussichten auf Heilung dagegen deutlich schlechter.
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