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Demenz

Demenz: Verlauf

Stand: 22. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Nicht jede Demenz zeigt den gleichen Verlauf: Einerseits treten Demenzen in vielen Formen unterschiedlichster Ursachen auf, andererseits verlaufen auch Demenzerkrankungen ein und derselben Form (z.B. Alzheimer-Demenz) grundsätzlich individuell verschieden.

Die meisten Demenzen setzen im höheren Lebensalter ein und schreiten stetig langsam fort – über Jahre hinweg. Es gibt aber auch früher beginnende, sich rasch verschlechternde oder schwankende Formen von Demenz:

  • Zu den im höheren Lebensalter einsetzenden Demenzen mit langsam, aber stetig fortschreitendem Verlauf gehören die häufige Alzheimer-Demenz, die Parkinson-Demenz und die Lewy-Körperchen-Demenz – dies sind alles primäre Formen von Demenz, die mit einem stetigen Verlust von Nervenzellen (sog. Neurodegeneration) einhergehen.
  • Zur Gruppe der mit Neurodegeneration einhergehenden primären Demenzen zählt auch die frontotemporale Demenz, deren Verlauf jedoch deutlich früher einsetzt.
  • Die vaskuläre Demenz ist eine weitere primäre Demenzerkrankung, die aber nicht mit Neurodegeneration einhergeht, sondern infolge einer gefäßbedingten Schädigung des Gehirns entsteht. Die vaskuläre Demenz kann einen schubweisen Verlauf nehmen: Dabei lösen plötzliche Stimmungsschwankungen und ein deutliches Nachlassen der Geistesfähigkeiten Phasen ab, in denen die Betroffenen so klar denken können wie vor ihrer Erkrankung beziehungsweise in frühen Krankheitsstadien.

In seltenen Fällen nimmt eine Demenz nicht zwangsläufig einen fortschreitenden Verlauf, sondern ist wieder umkehrbar (reversibel). Solche Demenzen entstehen sekundär (d.h. durch eine andere Grunderkrankung), zum Beispiel durch:

Prognose

Bei einer fortschreitenden Demenz kann man den Verlauf mithilfe der heute verfügbaren Medikamente bereits verzögern. Die Prognose ist dennoch nicht beeinflussbar, da keine Therapie das Fortschreiten der Demenz völlig stoppen kann. Daher ist trotz frühzeitiger Therapie damit zu rechnen, dass Menschen mit fortschreitender Demenz irgendwann Pflege benötigen und ihre Lebenserwartung vermindert ist.

Weiterlesen: Demenz: Vorbeugen

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