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Stand: 11. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine Zwangsstörung zeigt meist einen chronischen Verlauf, wobei die Stärke der Beschwerden schwanken kann. Durch die Kombination von medikamentösen und psychotherapeutischen Behandlungsmethoden hat sich in den letzten Jahren die Prognose der Zwangsstörung erheblich verbessert. In etwa der Hälfte aller Fälle gelingt es, die Zwangsstörung zu heilen oder zumindest den Leidensdruck deutlich zu vermindern sowie Kontrolle und Bewältigung der Beschwerden stark zu verbessern. Und auch wo dies nicht möglich ist, besteht durch die Behandlung die Chance, leichte Verbesserungen zu erzielen und den fortschreitenden Verlauf der Störung zu verhindern. Je früher bei Zwangsstörungen die Diagnose und Therapie erfolgt, desto günstiger ist die Prognose.
Die frühzeitige und konsequente Therapie einer Zwangsstörung ist deswegen wichtig, da Zwangsstörungen dazu neigen, sich auszubreiten. Dann beeinträchtigen sie immer größere Teile des Alltags – allein schon deshalb, weil Zwangshandlungen und Zwangsrituale so viel Zeit in Anspruch nehmen können, dass andere Aktivitäten (z.B. der Beruf) zu kurz kommen. Sozialer Rückzug und Isolation sind häufige Folgen einer Zwangsstörung, es können aber auch körperliche Schädigungen auftreten. So waschen die Betroffenen etwa beim Waschzwang die Hände aus Angst vor Verschmutzung manchmal so oft, dass sich Ekzeme bilden. Die Zwangssymptomatik kann so ausgeprägt sein, dass den Betroffenen der Selbstmord als der einzige Ausweg erscheint.
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