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Stand: 11. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einer Zwangsstörung kommt neben der medikamentösen Therapie auch eine Psychotherapie zum Einsatz: Diese sogenannte Verhaltenstherapie beginnt damit, Ihre Zwangsgedanken und Zwangshandlungen sowie die Situationen, in denen sie auftreten, zu analysieren. Dann leitet der Therapeut Sie an, sich den angstauslösenden Situationen bewusst auszusetzen, dabei aber die Zwangshandlung zu unterdrücken. So sollen Sie die Erfahrung machen, dass die befürchteten Folgen ausbleiben – dass beispielsweise das Anfassen schmutziger Gegenstände nicht zu einer Erkrankung führt und somit auch die den Zwangshandlungen zugrunde liegende Angst verschwindet. Diese Konfrontationsmethode erfolgt stufenweise: Man beginnt mit der am wenigsten belastenden Situation und fährt dann langsam bis zur problematischsten Situation fort. Häufig kommen bei einer Zwangsstörung auch Entspannungsverfahren, wie autogenes Training, zusammen mit dieser Methode zur Behandlung zum Einsatz.
Das Ziel der als kognitive Verhaltenstherapie bezeichneten Psychotherapie besteht darin, dass Sie auf der kognitiven (Denkvorgänge und Beurteilungen betreffenden) Ebene lernen, die Zwangssymptome Ihrer Zwangsstörung als solche zu erkennen. Dies soll es Ihnen ermöglichen, sich von Ihren Befürchtungen zu distanzieren und Widerstand gegen den Zwang zu leisten. Dabei kann eine als Gedankenstopp bezeichnete Technik hilfreich sein: Hier sollen Sie sich in dem Moment, in dem Ihre Befürchtungen auftreten, das Wort "Stopp" denken oder aussprechen, um so den störenden Gedanken zu unterdrücken. Um der Isolation und dem sozialen Rückzug entgegenzuwirken, die für eine Zwangsstörung typisch sind, ist es ratsam, bei der Therapie Ihr Umfeld (z.B. Ihre Familie) mit einzubeziehen.
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