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Somatoforme autonome Funktionsstörung

Somatoforme Störung: Symptome

Stand: 1. Januar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Typisch für eine somatoforme autonome Funktionsstörung sind Symptome, die überwiegend auf ein – weitgehend oder vollständig – durch vegetative Nerven versorgtes und kontrolliertes System oder Organ konzentriert sind (vegetativ bedeutet: nicht durch Willen und Bewusstsein beeinflusst). Beispielsweise kann die somatoforme autonome Funktionsstörung mit Magen-, Herz-, Kreislaufproblemen oder Atembeschwerden sowie Beschwerden des Urogenitalsystems einhergehen.

Die somatoforme autonome Funktionsstörung kann man anhand der auftretenden Symptome in zwei Symptomgruppen unterteilen:

  • Erste Symptomgruppe: Diese Gruppe tritt häufiger auf als die zweite. Die somatoforme autonome Funktionsstörung verursacht Veränderungen, die man auch objektiv feststellen kann. Es besteht eine allgemeine vegetative Erregung, die sich beispielsweise in Zittern, Erröten, Schwitzen oder Verschlucken von Luft äußert. Besonders typisch sind:
    • Beschwerden des Herz-Kreislaufsystems (z.B. Herzrasen)
    • Symptome des unteren Verdauungstrakts (z.B. Durchfall o. häufiges Wasserlassen in kleinen Mengen)
    • Beschwerden der Atemorgane (z.B. Hyperventilation)
  • Zweite Symptomgruppe: Diese umfasst subjektivere und weniger kennzeichnende Beeinträchtigungen (z.B. fließender Schmerz sowie das Gefühl, aufgebläht oder auseinandergezogen zu sein).

Oft geht eine somatoforme autonome Funktionsstörung mit einem Wechsel der vorhandenen Symptome einher: So können beispielsweise, nachdem die Betroffenen zunächst über Herzbeschwerden berichteten, später Verdauungsprobleme in den Vordergrund treten.

Ein weiteres typisches Anzeichen für die somatoforme autonome Funktionsstörung ist, dass die Betroffenen ihre Aufmerksamkeit übermäßig auf harmlose oder unbedenkliche körperliche Missempfindungen (z.B. kalte Hände) lenken und diese Körperempfindungen als bedrohlich missdeuten (z.B. als Durchblutungsstörung, die Zeichen für einen drohenden Herzinfarkt sein könnte). Dies weckt Ängste in ihnen, die wiederum körperliche Angstreaktionen verursachen (wie verringerte Durchblutung in den Händen). Die Betroffenen nehmen auch diese Veränderung wahr und entwickeln neue körperliche Symptome. Sie beschäftigen sich anhaltend und quälend damit, ernsthaft krank zu sein, obwohl Ärzte dies mehrfach nicht bestätigen konnten.

Weiterlesen: Somatoforme Störung: Diagnose

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